Redemption

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Inhaltsverzeichnis

Allgemein

Die Redemption, auch Kult der Roten Erlösung genannt, ist eine radikale und militante Sekte des Imperialen Glaubens. Die Glaubensrichtung der Redemption entstand auf der Makropolwelt Necromunda, ist inzwischen aber auch auf anderen Planeten anzutreffen. Ein zentraler Punkt ihres unbarmherzigen, hasserfüllten Glaubens ist, daß der Imperator sich ob ihrer zahllosen und fortgesetzten Sünden von der Menschheit abgewandt hat, und daher eine globale bzw. galaxisumspannende Apokalypse droht. Der einzige Weg, dieses Schicksal abzuwenden und vielleicht in den Augen des Gott-Imperators Gnade zu finden, besteht nach Auffassung der Redemptionisten darin, selbst Buße zu tun, jeden Mutanten zu verbrennen und alle Sünder mit Feuer und Schwert - vor allem aber mit Feuer - zu bestrafen und zu läutern.8:S.37 Selbstkasteiung, Geißeln und ähnliche Praktiken werden von den Ordensbrüdern - und erst recht von frisch bekehrten Novizen - erwartet. Die Aussage des berühmten Redeemers: "If it dosn't hurt it doesn't count!" (zu deutsch: "Wenn es nicht schmerzt zählt es nicht!")6 ist ein Kern ihrer täglichen Glaubenspraxis. Ein weiteres wichtiges Gebot ihrer Religion verbietet es den Redemtionisten, ihr Gesicht zu zeigen, und so tragen sie immer und überall Masken oder Kapuzen.2:S.1

Die Redemption auf Necromunda

Die Mitglieder des Hauses Cawdor sind sämtliche Anhänger dieses fanatischen und unbarmherzigen Glaubens, weswegen das Haus auch als Haus der Redemption bekannt ist und von den anderen Häusern mit Misstrauen betrachtet wird.1:S.65 Geifernde Bußprediger der Redemptionisten, die die Vorbeigehenden mit der Drohung ewiger Verdammnis und des bevorstehenden Weltuntergangs auf den rechten Weg zurückbringen und bekehren wollen, sind in den Siedlungen der Unterwelt der Makropolen Necromundas ein alltäglicher Anblick. Allerdings finden ihre Bekehrungsversuche - außerhalb des Hauses Cawdor - wenig Anklang, da Sünden wie Völlerei, Alkohol- und Drogenkonsum, Fluchen, Diebstahl und Glücksspiel in der Unterwelt Teil des alltäglichen Lebensstils sind. Das führt nun allerdings regelmäßig dazu, daß sich die aufgepeitschten Anhänger der Redemption unter der Führung ihrer fanatischen Redemptionspriester und Diakone zu gewalttätigen Kreuzzügen zusammenrotten, um die Reinigung und flammende Erlösung der Sünder selbst in die Hand zu nehmen. Redemptionisten-Kreuzzüge erwirtschaften ihr Einkommen nicht wie die normalen Gangs der Unterwelt, sondern leben von den - nicht zwingend freiwilligen - Spenden bekehrter Unterweltbewohner, die sie bei ihrem Imperator-gefälligen Werk unterstützen. Außerdem plündern auch schon mal eine als Sündenpfuhl ausgemachte Siedlung auf ihrem Weg, ehe sie diese niederbrennen. Da solche Feldzüge gegen Sünde und Sünder häufig immensen Kolatteralschaden anrichten, und auch nicht vor dem Eigentum der Händlergilde haltmachen, gelten Redemptionistenkreuzzüge - nicht zu Unrecht - als Bedrohung für Frieden, Sicherheit und Ordnung in den Tiefen der Unterwelt. Daher finden sich ihre Anhänger und Teilnehmer regelmäßig als Outlaws wieder, auf die eine Kopfprämie ausgesetzt ist, die sich jeder Kopfgeldjäger verdienen kann - so er bereit ist, sich mit den Fanatikern anzulegen. Sowohl auf den Erzbischof der Redemption, der sich zuweilen selbst an die Spitze solch eines Kreuzzugs setzt, als auch auf den berüchtigten Redeemer und seinen Lakaien, den Diakon Malakev,6 sind Kopfgelder der Gilde ausgesetzt, die sich aber bislang noch niemand zu verdienen gewagt hat.2:S.1f
Die Tatsache, daß viele der fanatischen Gläubigen, die sich einem ihrer Kreuzzüge anschließen, eher schlechte Schützen sind, gleichen die Redemptionisten aus, in dem sie einschüssige Flammenwerfer - Exterminatoren genannt - unter die Läufe von Schrotflinten, Automatik- und Lasergewehren montieren. Das verschafft ihnen nicht nur einen Vorteil im Kampf, sondern kommt auch ihrer Vorstellung vom reinigenden Feuer entgegen, das sie über ihre Feinde bringen wollen. Das die Priester und Diakone im Gegensatz dazu die besten Waffen des Kreuzzugs - neben Flammenwerfern auch Melter, Bolter und Granatwerfer - ihr Eigen nennen, sollte niemand verwundern. Die Fanatischsten unter den Anhängern der Redemption, die Zeloten, können in ihrem Hass auf alle Sünder und Ungläubigen - was praktisch jeden mit einschließt, der nicht selbst Redemptionist ist - zudem durch die Stärke ihres Glaubens gewaltige Körperkräfte entwickeln, was sie befähigt, riesige Zweihandäxte oder Evisceratoren zu schwingen.2:S.2ff

Erzfeinde

Obwohl die fanatischen Redemptionisten so ziemlich jeden in der Unterwelt als hassens- und verachtenswerten Sünder ansehen, der geläutert werden muß, gibt es einige Gruppen und Individuen, für die sie sich einen besonders intensiven Hass reserviert haben:

  • Psioniker und Hexer sowie alle, die den Wyrds Unterschlupf gewähren, müssen in jedem Falle brennen,
  • andere Mutanten - einschließlich der verkommenen Scavvies aus den Tiefen der Badzones sollen im Namen des Imperators vernichtet werden,
  • Karloth Valois - der Zombieherrscher entspricht als Hexer und Anführer von Mutanten Feindbild Nummer eins,
  • die dekadente Aristokratie aus der Spitze der Makropole - speziell die Predatoren auf ihren Jagdpartien in die Unterwelt - sind in ihren Augen rettungslos korrupt und verdammt,
  • Kal Jerico - der Kopfgeldjäger überlebte schon mehrere gewaltsame Zusammenstöße sowohl mit dem Redeemer als auch mit Cardinal Crimson, gilt daher geradezu als deren Nemesis, die um jeden Preis zur Strecke gebracht werden muß,6,7
  • der Caller oder Rattenprophet - zählt als Ketzer, Ungläubiger und Prophet eines antiimperialen Kultes zu den absoluten Erzfeinden der Redemption und speziell des Redeemers, der einen regelrechten Privatkrieg gegen ihn führte.6

Im Gegensatz dazu sind die normalen Ratskins Necromundas in den Augen der Redemptionisten nicht zwangsläufig jenseits der Hoffnung auf Bekehrung, Läuterung und die Gnade des Imperators, und speziell der Redeemer unternahm große Anstrengungen, um die Nachkommen der ersten Siedler zum Glauben der Redemption zu bekehren.6

Die Redemption im Calixis-Sektor

Der Redemptionismus wurde wahrscheinlich von dem Kult angehörenden Pilgern zur Kathedrale des Lichts in der Makropole Tarsus auf Scintilla in den Calixis-Sektor gebracht. Entsprechend gilt Scintilla als spirituelle Heimat des Kultes in diesem Sektor. Der Kult unterteilt sich in zahllose einzelne Kreuzzüge, die jeder von einem Diakon geführt werden. Sie alle erkennen jedoch die Oberhoheit der Erzdiakonin Ludmilla über den Kult im Calixis-Sektor an, einer charismatischen, vollkommen wahnsinnigen Frau, die sich derzeit um die Anerkennung ihrer Glaubensrichtung durch Kardinal Ignato, das örtliche Oberhaupt der Ekklesiarchie, bemüht.4:S.330f Die Redemptionisten im Calixis-Sektor begehen nur die Feiertage, die dem Imperator selbst geweiht sind, und lassen damit den sonst im ganzen Sektor gefeierten Drusustag außen vor. In den Untermakropolen Scintillas sind die Redemptionisten ein ernstzunehmender Machtfaktor, aber sie sind auch auf anderen Welten aktiv, vor allem auf Grenzwelten im Subsektor Hazeroth, wo es zahlreiche Mutanten gibt, sowie auf Tranch und Iocanthos.5:S.36 Sie sind misstrauisch gegenüber anderen Kulten und Heiligen, da sie sie der Korrumpiertheit und des Verrats verdächtigen. Der Großteil der Anhänger der Redemption stammt aus der mittellosen und bildungsfernen Unterschicht. Häufigstes Erkennungszeichen der Redemption im Calixis-Sektor sind die gekreuzten Fackeln.5:S.214

Berühmte und berüchtigte Redemptionisten

Bekannte Welten mit Redemptionisten-Präsenz

Miniaturen

Redemptionistenbande

Quellen