Lion El'Jonson
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Lion El'Jonson ist der Primarch der Dark Angels.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Von den dunklen Göttern im Säuglingsalter seines Vaters geraubt, sollte die Inkubatorkapsel des jungen Löwen ihren Weg auf die wunderschöne, aber lebensgefährliche Welt Caliban finden.
Caliban
Caliban war eine Welt voller mystischer Wälder, welche sich über den gesamten Planeten erstreckten. Inmitten dieser Wälder lebten schreckliche Bestien, welche die spärliche Anzahl der in ein feudales System zurückgefallenden Nachfahren der einstigen Kolonisten Terras zwang, Zuflucht in den weit ausgedehnten, steinernen Festen zu suchen und einen tagtäglichen Überlebenskampf zu führen - auf einer Welt, welche am nördlichen Rand der verbotenen Zone lag und zu den gefährlichsten Todeswelten der Galaxis zählte. Durch Warpstürme seit vielen Jahrtausenden isoliert, war die Erinnerung an das ferne Terra zu einer blossen Legende geworden, die man den Kleinkindern nur noch selten zu erzählen pflegte.
Einzig die feudale Ritterkaste, welche in etliche unterschiedliche Orden aufgeteilt und untereinander oftmals zerstritten war, war in der Lage, den vom Chaos korrumpierten Bestien der Wälder entgegen zu treten. Doch auch sie wagten sich immer seltener inmitten der tiefen, dunklen Herrschaftsgebiete der Ungeheuer.
Inmitten der tiefsten Stelle eines solchen Waldes, fernab jedes menschlichen Wesens, schlug die Inkubationskapsel Jonsons ein. Es sollte für immer unklar bleiben, wie der junge Primarch auch nur die ersten Stunden überlebte, doch er tat es und gedieh inmitten des Schreckens binnen einer Dekade zu einem starken und mutigen jungen Mann.
Der Orden
Die ersten menschlichen Laute, die er je vernehmen sollte, waren die eines Stosstrupps desjenigen Ritterordens, der sich einfach nur als der Orden bezeichnet. Voller Panik griffen die Ritter bei seinem Anblick zu den Waffen, überzeugt davon, dass es nur um ein Monster handeln konnte, welches ihnen so tief im Wald begegnen konnte, gewillt dieses zu vernichten. Doch einer der Ritter mit dem Namen Luthor erkannte die menschliche Intelligenz in den Augen des Mannes, den sie später Lion El'Jonson nennen würden - "Der Löwe, Sohn des Waldes".
Für Jonson und Luthor sollte dies der Moment sein, der ihr Leben für immer veränderte. Luthors Zukunft als der wohl grösste Ritter Calibans seit ungezählten Jahrhunderten wäre ihm gewiss gewesen, denn keiner war mutiger als er, keiner hatte mehr erschlagende Monster aufzuweisen gehabt - keiner bis auf den Mann, den er im Wald fand und der später sein bester Freund und schlimmster Rivale werden sollte.
Jonson erlernte schnell die menschliche Sprache, auch wenn er sich ihrer auch später nur äusserst spärlich und zurückhaltend bedienen sollte. Eine steile Karriere innerhalb des Ordens folgte ohne jedesgleichen. Bald wurde er zu einem unerklärlichen Artefakt unter den Rittern und verwies seinen besten Freund Luthor stets auf den zweiten Platz.
Der Kreuzzug gegen die Bestien
Er war zu dieser Zeit selbst noch nicht Anführer des Ordens, als er das scheinbar Unmögliche beschloss: alle Bestien der Wälder gnadenlos aufzuspüren und niederzustrecken.
Dies war etwas vollkommen Undenkbares für selbst die tapfersten Ritter Calibans gewesen, doch Jonson setzte dieses Vorhaben zusammen mit Luthor und dem Orden in die Tat um und schon bald schlossen sich ihm viele andere der Ritterorden an - bis eines Tages tatsächlich das Allerletzte der Monster fiel. Vollends ungläubig über diese zuerst unwirklich scheinende Utopie gedieh Caliban wie nie zuvor und Jonson wurde als der grösste Held in der Geschichte Calibans gefeiert und nahm den Platz des alten Grossmeister des Ordens sein.
Doch nicht alle der alten Ritter waren mit diesem Ergebnis zufrieden. Welche Heldentaten sollte ein junger Aspirant von nun an vollbringen, um in den Ritterstand erhoben zu werden? Es kam zu Intrigen, von denen einige gar das Ziel haben sollten, den Löwen zu töten.
Auch Luthor verspürte erneut die Geißel des Neids wie nie zuvor. Er rang sie nieder und ehrte seinen Freund, doch die dunklen Götter witterten zum ersten mal ihre Chance. Noch mussten sie allerdings warten.
Die Ankunft des Imperators
Während all dieser Zeit war der Große Kreuzzug bereits in vollem Gange, in dessen Verlauf Expeditionsflotten auch Caliban erreichten, welche dem Imperator von den Geschichten des Helden auf Caliban berichteten. Schon zuvor hatte Jonson Visionen seines Vaters in seinen Träumen gehabt. Vater und Sohn wurden vereint. Der Imperator übertrug Jonson sofort das Kommando über seine erste Legion, die von Jonson Dark Angels, nach einer calibanischen Legende, getauft wurde. Die besten Aspiranten des Ordens wurden in die Legion eingefügt. Für viele der älteren Ritter und auch Luthor war es zu spät die Verwandlung zu einem Astartes durchführen zu können und so wurden sie mit anderer Technologie zu Kriegern übermenschlicher Stärke aufgewertet - wenn sie auch nie an das Original heranreichen sollten.
Der Grosse Kreuzzug
Im Laufe des Grossen Kreuzzuges sollte sich Jonson unter seinen Brüdern mit herausragender taktischer Kompetenz und einer beeindruckenden Erfolgsbilanz hervortun und einzig von Horus, welcher Dekaden mehr an Erfahrung vorzubringen hatte, übertroffen werden.
Während all dieser Zeit blieb Luthor das, was er immer war: Jonsons rechte Hand, sein Stellvertreter und engster Vertrauter, doch er musste schnell erkennen, dass er den Captains der Dark Angels Legion, welche zumeist Terraner waren und seit Dekaden im Grossen Kreuzzug kämpften, nicht ebenbürtig war. So kam es nach einigen Jahren dazu, dass Jonson Luthor sowie andere der alten Ritter des Ordens während des Kreuzzuges nach Caliban zurückschickte, um auf dieses aufzupassen und es vor etwaigen Gefahren zu verteidigen.
Jahre vergingen und die Heldengesänge über die glorreiche Dark Angels-Legion und die ihres Primarchen prasselten nur so auf Caliban herein, während Luthors Psyche von Missgunst zerfressen wurde. Dieser war nicht länger der getreue Freund des Löwen - in seinem Herzen hatte sich schon lange ein Geschwür aus abgrundtiefem Neid und Hass gebildet. Während sein ehemals bester Freund ruhmreich die Galaxis eroberte, war es ihm bestimmt auf einer nun unbedeutenden Welt seinen Lebensabend zu verbringen.
Doch auch Jonson hatte schwer darunter zu leiden, dass sein Vater - nachdem er sich persönlich aus der Leitung des Großen Kreuzzuges zurückzog - nicht ihm den Titel des Kriegsherrn übertrug, sondern Horus.
Unter all seinen Brüdern, die Jonson kennenlernte, war es Leman Russ, mit dem er sich am wenigsten verstand. Russ war egomanisch hitzköpfig - fast im kompletten Gegensatz zu Jonson, der stets taktisch reserviert war.
Der Löwe und der Wolf
Während der Belagerung von Duraths Festung auf Dulan spitzte sich der Zwist zwischen Jonson und Leman Russ immer weiter zu. Beide wollten den Ketzer persönlich töten, und als Durath verkündete, Russ sei der Schoßhund des Imperators und dass er ihn an seinen Lieblingsgrox verfüttern würde, schwor Russ, dass er den Ketzer für diese Beleidigung persönlich den Kopf von den Schultern schlagen würde. Er verlangte von Jonson und seiner Legion, beiseite zu treten damit er einen Sturmangriff beginnen konnte, doch Jonson hatte nach tagelanger und mühevoller Arbeit die Schwachstellen der Festung ausgemacht und einen minutiösen Angriffsplan verfasst und er dachte nicht daran, sich seine Arbeit von einem "hitzköpfigen Barbaren" ruinieren zu lassen. Russ ignorierte ihn und begann den Sturmangriff. Während die Dark Angels mit erstaunlich geringen Verlusten die Verteidigung durchbrachen, war Russ in den Nahkämpfen am Fuß der Wälle gefangen und konnte nur zusehen, wie Jonson Durath erschlug. Nach dem Ende der Schlacht stürmte Russ zu Jonson und versetzte ihm einen Hieb gegen den Kopf, woraufhin die beiden Primarchen einen Tag und eine Nacht lang miteinander rangen, unfähig den jeweils anderen zu überwältigen. Schließlich ließen sie von einander ab und Russ, der die Absurdität seines Verhalten erkannte, begann zu lachen, während Jonson schwieg. Er betrachtete Russ' ersten Schlag als hinterhältig und schlug ihn bewusstlos. Als Russ erwachte, waren die Dark Angels bereits aufgebrochen, um sich dem Alisor-Feldzug anzuschließen. An jenem Tag schwor Russ diesen Fleck auf seiner Ehre zu tilgen, und bis zu heutigen Tag wählen die Dark Angels und die Space Wolves, wann immer sie auf einander treffen, Champions, die das Duell erneut austragen um die Ehre der Orden zu wahren.
Der Bruderkrieg
Als die Kunde vom nahenden Angriff der Verräter unter Horus' Kommando die Dark Angels Legion erreichte, kämpfte diese gerade Seite an Seite zusammen mit den Space Wolves im entfernten Teil der Galaxis. Beide Legionen brachen unverzüglich gen Terra auf. Auch versuchten sie die Unterstützungslinien der Verräter währenddessen auf etlichen Welten in den Rücken zu fallen.
Als Jonson Terra letztendlich erreichte, musste er feststellen, dass der Bruderkrieg bereits vorbei war. Horus war tot, aber auch der Imperator lag im Sterben. Vollkommen niedergeschmettert ob dieser Ereignisse lies er seine Legion auf Caliban sammeln, um diese gegen die noch immer vereinzelt aktiven Verräter verteidigen zu können.
Die Schlacht um Caliban
Doch als die Schiffe in den Orbit einschwenkten, empfing sie Feuer und Tod aus den planetaren Gefechtsstationen ihrer Heimatwelt.
Schockiert zogen sich die Dark Angels zurück. Sie kaperten ein Handelsschiff und erfuhren so die ganze schreckliche Wahrheit vom Verrat in ihren eigenen Reihen.
Unendlicher und übermenschlicher Zorn überwältigte Jonson. Er hatte mit seinen Brüdern die Galaxis durchquert, Sieg um Sieg gegen die Xenos, Mutanten und Verräter errungen, nur um seine Heimat von Verrätern besetzt vorzufinden.
Mit seinem Charisma und seiner Stellung hatte es Luthor geschafft den Grossteil der auf Caliban zurück gebliebenden Dark Angels davon zu überzeugen, dass Jonson sie schmachvoll verstoßen und verraten hätte. Der Kampf Dark Angel gegen Dark Angel war unausweichlich.
Jonson befahl einen Sturmangriff und die Geschütze der Schlachtschiffe entluden allen Hass der Dark Angels für den Verrat ihrer Brüder auf die Oberfläche des Planeten. Landungsschiffe setzten Marine um Marine ab, die sich nun den Weg in ihre alten Ordensfestungen erbittert kämpfend freischießen mussten. Der Primarch selbst führte den Angriff auf die Hauptfestung, in der er auf Luthor traf.
Jonson gegen Luthor
Letztendlich standen sich beide gegenüber und ein titanischer Kampf entbrandte. Luthor war, durch die Chaosgötter gestärkt, dem Primarchen ebenbürtig. Kein Stein blieb auf dem anderen und während die Geschütze der Flotte noch immer Feuer und Verderben auf den Planeten spieen, begannen die kontinentalen Platten Calibans durch den andauernden Beschuss zu brechen.
Jonson übermannte Luthor und erkämpfte sich eine Gelegenheit für einen tödlichen Schlag. Doch er zögerte im Angesicht seines engsten Freundes. Luthor hingegen nutze dieses Zögern und streckte den Primarchen mit einem psionischen Angriff tödlich verwundet nieder.
Der Löwe lag gebrochen zu den Füßen seines einstigen Freundes. Und doch gab er nicht auf. Jonson versuchte wieder auf die Beine zu kommen. Mit dem unbeugsamen Willen versuchte er den Tod, der durch seinen Körper kroch zu ignorieren.
Als Luthor seinen Freund so sah hob sich der Schleier des Chaos von seinen Augen. Die Erkenntnis seiner Tat zerschmetterte seinen Geist und er fiel neben Jonson zu Boden.
Calibans Ende
Die dunklen Götter erkannten ihre Niederlage und sandten voller Zorn einen Warpsturm, der, unterstützt durch das orbitale Bombardement der Dark Angels Flotte, den gesamten Planeten Caliban zerriss und die Gefallenen Engel in die Tiefen von Raum und Zeit zerstreute.
Nur die durch starke Kraftfelder geschützte Ordensfestung und der Teil des Planeten, auf dem sie stand, überdauerte diese Qual.
Als die Dark Angels dort landeten, fanden sie nur Luthor im Herzen der zerstörten Festung, der, gebrochen und wahnsinnig, immer die selben Worte wiederholte: "Die Wächter in der Dunkelheit haben IHN geholt... ER wird zurückkehren! Er wird mir meine schrecklichen Sünden vergeben! Er wird zurückkehren, er..."
Es gab keine Spur von Lion El'Jonson, dem Primarchen der Dark Angels.
Die Kammer des Löwen
Nur dem Ordensmeister der Dark Angels selbst ist bekannt, dass eine Kammer existiert, die unerreichbar im Herzen des Turms der Engel liegt. Diese Kammer in der Ordensfestung der Dark Angels enthält den schlafenden Lion El'Jonson, bewacht von den Wächtern in der Dunkelheit.
Hier wartet er auf den Tag an dem der Imperator ihn wieder rufen wird, um dem Imperium der Menschheit in seiner letzten Schlacht beizustehen.
Revision des Primarchenbildes durch die Gefallenen
Die Gefallenen bestreiten den Verrat am Imperator und beschuldigen vielmehr Lion El'Jonson der Heimtücke und letztendlich des Verrats am Imperator. Der Löwe - im ständigen Misstrauen gegenüber seiner Umgebung während seiner Kindheit aufgewachsen - selbst hätte den Ausgang des Bruderkrieges abwarten wollen und hätte absichtlich die Reise nach Terra verlangsamt, um sich anschliessend auf die Seite des Siegers zu schlagen, während Luthor ein strahlendes Beispiel für Loyalität und Aufrichtigkeit gewesen sein soll.
Diverses
Benannt ist Lion El'Jonson vermutlich nach dem englischen Poeten Lionel Pigot Johnson (1867-1902), der ein Gedicht mit dem Titel "The Dark Angel" verfasste.
Ein weiterer Hinweis dazu findet sich im Codex:Dark Angels 4.Ed. S.16 "The Deathwing". Es wird eine Geschichte erwähnt welche unter den Dark Angels im Laufe ihres Rangaufstieges weitererzählt wird mit dem Titel "Whisper in the Gloom". Dies ist eine Zeile aus dem Gedicht "The Dark Angel".
Modelle
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Lion El'Jonson (Eigenbau |


