Legio Cybernetica

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W40klogo1edigrau.jpg Bitte beachten: Die folgenden Informationen der 1. Edition können aufgrund einer Überarbeitung des Hintergrunds des Warhammer 40.000-Universums als ganz oder teilweise nicht mehr gültig und überholt gelten.


W40klogo2edigrau.jpg Bitte beachten: Diese Informationen der 2. Edition gelten aufgrund einer Überarbeitung des Hintergrunds des Warhammer 40.000-Universums als ganz oder teilweise nicht mehr gültig und überholt.


Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Das Adeptus Mechanicus ist in viele Abteilungen aufgeteilt, jede beschäftigt sich mit einem Spezialgebiet der arkanen Technik. Die Legio Cybernetica ist eine der ältesten Abteilungen des Mechanicus, seine Aufzeichnungen reichen fast ununterbrochen zurück bis zu den ersten Tagen des Imperiums. Es wird angenommen, dass selbst bevor das Imperium entstand, bereits eine ähnliche Organisation bestanden hat.

Aufgabe

Die Legio ist für den Bau und den Unterhalt aller imperialen Roboter zuständig. Kampfroboter können von verschiedensten Truppengattungen eingesetzt werden, gehören aber immer in den Verantwortungsbereich der Legio. Viele der Adepten der Legio haben ihr Leben auf dem Schlachtfeld gelassen. Sie kämpfen, wohl wissend um ihren Wert in der Schlacht, weiter, auch wenn ihre Sterblichkeitsrate bei über 90% liegt.

Aufbau

Die Legio besteht aus mehreren tausend Kohorten, die eigentlich nie gleichzeitig eingesetzt werden. Eine Kohorte besteht aus mehreren Manipeln die jeweils aus drei bis fünf Robotern und ihrem Legio Techadepten bestehen. Die Anzahl der Manipel in einer Kohorte variiert, selten sind es jedoch mehr als 100. Normalerweise sind die Roboter verteilt über mehrere ganze Space Marine Orden oder es ist eine ganze Armee im Einsatz. Schlachten, bei denen mehr als fünf Manipel zum Einsatz kommen, sind selten. Das heißt aber nicht, dass nicht auch grössere Anzahlen der Roboter in die Schlacht geführt werden könnten: Während des Grossen Bruderkrieges wurden auf beiden Seiten sehr viele Roboter eingesetzt. Sie sollten die menschlichen Verluste bis zur Entscheidungsschlacht minimieren helfen.

Jedes Manipel ist eigentlich eine unabhängige Einheit. Die Normstärke liegt bei vier Maschinen und diese werden von einem einzigen Techadepten überwacht. Während den Kampfhandlungen hat er nicht viel zu tun: nachdem die endgültige Programmierung an den Kampfroboter übertragen wurde, muss er die Maschinen auf dem Feld per Fernsteuerung überwachen. Er stellt hingegen bei einem größeren technischen Defekt sicher, dass der in jeder Maschine eingebaute Selbstzerstörungsmechanismus auch aktiviert wird. Ein beschädigter Roboter kann auch für die eigene Seite zu einer Gefahr werden. Wenn sie es umgehen können, sind die Techadepten, die mit der Reparatur und der Wartung der Maschinen betraut sind, auf dem Schlachtfeld selber selten bis gar nie anzutreffen. Die Adepten der Legio sind auch neben ihrem Wissen in der Robotertechnologie gesuchte Personen: Es wird ihnen nachgesagt, dass sie ihr eigenes Gewicht in Ersatzteilen wert seien und dass sie praktisch jedes Teil der imperialen Ausrüstung reparieren können.

Einsatz

Die Kohorten der Legio werden bei Bedarf einer Space Marine Kampfaktion zugewiesen. Als Beispiel können wir die Operation Carthago zur Zweite Befriedung von Istvaan V durch die Marines des Ordens der Desert Lions anführen. Die Roboter wurden so programmiert, dass sie sich den gegnerischen Widerstandsnestern in einer scheinbar ziellosen Formation näherten und so den Verteidigern ein leichtes Ziel boten. Dadurch gelang es den Desert Lions, den Aufbau der Verteidigung so genau zu studieren, dass bei ihrem Angriff lediglich sieben Marines ihr Leben lassen mussten. Alle der überlebenden Roboter wurden aus Respekt für ihre Leistungen als Ehrenmitglieder in den Orden aufgenommen.

Die Manipel der Legio können einfacher als menschliche Soldaten transportiert werden, da die Roboter auch in Raumschiffen befördert werden können, die kein Lebenserhaltungsystem haben. Auch brauchen die mechanischen Krieger weder Nachschub an Lebensmitteln noch sind sie auf dem Schlachtfeld auf schwere Unterstützungswaffen angewiesen. Einige der Robotertypen verwenden sogar Standardpanzerungen und können auch weitere Teile mit Cybots austauschen. Dies vermindert die Notwendigkeit, Spezialisten und spezielle Ersatzteile einzusetzen und macht sie in den Augen vieler praktisch veranlagter imperialer Kommandanten zu begehrenswerten Kämpfern.

Auch die Inquisition findet Verwendung für die Roboter der Legio. Von ihrer mechanischen Natur aus völlig unbestechlich und unbeeinflussbar, macht es sie zu den optimalen Truppen beim Einsatz gegen Mutanten und anderen Kreaturen, die einen normalen menschlichen Soldaten beeinflussen könnten. Auch die Angst, die eine Roboterkohorte bei schlecht vorbereiteten und bewaffneten Truppen auslösen kann, ist der Inquisition nicht entgangen. Zusammen mit ihrer unbestechlichen Natur sind sie zu einer verlässlichen Waffe im Arsenal der Inquisition geworden. Normalerweise werden die Manipel jedoch von Tech-Inquisitoren und nicht von Adepten der Legio befehligt. Ein Roboter mag unbestechlich sein, ein Mensch ist es jedoch nicht immer.

Vergangenheit

Dies wurde während dem Großen Bruderkrieg durch den Abfall mehrerer Kohorten unter der Führung des Kriegsherren Horus ein weiteres Mal bewiesen. Die betreffenden Kohorten wurden unter seinen Befehl gestellt, als sich ein neuer Kreuzzug in Planung befand. Als Horus zu seinem Feldzug gegen den Imperator aufrief, liefen die Kohorten als eine der ersten Einheiten überhaupt auf die Seite des Chaos über. Seine Roboter wurden bekanntlich ebenfalls geschlagen und flohen, zusammen mit dem Rest der Chaos-Streitmacht, in den Warp aus dem sie bis zum heutigen Zeitpunkt auch nicht wieder aufgetaucht sind.

Nach der Niederlage von Horus hat die Legio Cybernetica einen erneuten Treueeid auf den Imperator abgelegt. Die Adepten schwören, unter Androhung schrecklichster Folgen, ihre unerschütterliche Treue zu Imperator. Während der vergangenen Jahrtausenden hat sich die Legio Cybenetica das verlorenen Vertrauen des Adeptus Mechanicus, der Imperialen Armee und des Adeptus Astartes wieder zurückgewonnen.

Einige der Kohorten der Legio Cybernetica behaupten, dass ihre Robotertruppen aus der Zeit des ersten großen Kreuzzuges oder sogar noch davor stammen. An diesen Behauptungen könnte, mindestens zum Teil, auch etwas Wahres sein, denn angeschossene Roboter werden oft als Ersatzteillager für ihre Brüder verwendet. Es kann also durchaus sein, dass, geht man von einer guten Wartung aus, ein Bein eines Roboters, sein Kraftfeld oder sein Rumpfpanzer tatsächlich noch dasselbe ist, das bereits vor mehr als zehntausend Jahren mit dem Imperator selbst in die Schlacht zog.

Roboter

Konstruktion

Ein Roboter ist, wie auch ein Cybot, ein Produkt mehrerer fortgeschrittener Technologien, die zum Beispiel sein künstliches Gehirn, die Sensoren, die künstlichen Muskeln, die Nervenbahnen und das Waffenkontrollsystem erst ermöglichten. Die Schmieden des Adeptus Mechanicus stellen viele der Roboter noch nach den traditionellen Vorlagen aus den STK-Datenbanken her. Castellan- und Crusader-Roboter sind beispielsweise bekannt dafür, dass sie auf beiden Seiten der Horus-Rebellion gekämpft haben. Die Konstruktion wurde, abgesehen von einigen eher kosmetischen Verbesserungen, seit dieser Zeit nicht mehr verändert.

Viele der Roboter-Bestandteile sind identisch mit den Teilen, die bei einem Cybot zum Einsatz gelangen. Es sind Vorfälle bekannt, bei denen ganze Kohorten bei der Reparatur von Cybots auseinandergeschraubt und somit aufgelöst wurden. Auf der anderen Seite gibt es auch Vorkommnisse, die darauf hindeuten, dass auch schon Cybots von den Techadepten der Legio während einer Reparatur auf dem Schlachtfeld als Ersatzteillager für ihre Roboter verwendet wurden und teilweise wurde sogar der Cybot-Pilot bei diesen Aktionen getötet.

Programmierung

Was den Roboter von einem unbemannten Cybot unterscheidet ist sein Cortex, das künstliche Gehirn. Es wurde aus künstlichen Proteinen und Enzymen hergestellt und mit einfachen Grundmustern programmiert. Diese beinhalten zum Beispiel das Gehen und einfache Reparaturabläufe. Diese sogenannte Festprogrammierung ermöglicht es dem Roboter, einfache Befehle auch ohne Kampfprogrammierung durchzuführen. Die künstlichen Gehirne sind meistens einem lebenden Vorbild aus der Tierwelt angelehnt. So ist es nicht verwunderlich, dass einige der Robotertypen ein hündisches Verhaltensmuster ihrem Techadepten gegenüber an den Tag legen.

Vor einem Kampf wird die Festprogrammierung durch eine Kampfprogrammierung für proteinbasierende Computer ersetzt. Dieses Programm, das für jeden Kampf neu überspielt werden kann, bestimmt zum Beispiel, wann und unter welchen Umständen ein Roboter seine Waffe benutzen oder sich selbst zerstören soll.

Diese Kampfprogrammierungen sind auf kleinen, kreditkartengrossen Bioplastik-Kärtchen gespeichert. Diese Kärtchen werden auf dem Schlachtfeld von den irreparabel beschädigten Robotern abgenommen und von ihnen wird geglaubt, dass, auf Mann getragen, etwas von der Persönlichkeit und vom Mut des Roboters auf den Träger übergeht. Selbst von einigen der Space Marine Orden weiß man, dass sie diese Tradition ebenfalls aufrecht erhalten.

Fehlt diese Bioplastik-Karte, ist ein Roboter in etwa so hilflos wie ein Bolter ohne dazugehörigen Marine, es bleibt ihm nicht anderes übrig, als jedes Unheil in Empfang zu nehmen, das ihm zugedacht ist. Vollständig programmiert und gut gewartet kann er es jedoch ebenbürtig mit den meisten Kreaturen in diesem Universum aufnehmen.

Roboterklassen

einige namentlich bekannte Modelle:

Die Legio Cybernetica im aktuellen Hintergrund

Die Legio Cybernetica wurde bereits mit der 2.Edition als spielbare Tabletop-Fraktion entfernt. Dadurch verschwand sie im Laufe der Zeit auch nahezu komplett aus dem offiziellen Hintergrund und wurde nicht mehr als Teil des aktuellen Warhammer-Universums angesehen.
Ähnlich wie die Imperialen Knights, die in Mechanicum eine "Wiedergeburt" erleben, wird auch die Legio Cybernetica in einem Teil der Horus Heresy-Romanreihe wieder aufgegriffen; in The First Heretic spielt sie eine tragende Rolle. Die in dem Roman gegebenden Inforamtionen stimmen mit denen älterer Publikationen (wie dem Warhammer 40.000 Compendium) überein. Man kann die Legio Cybernetica deshalb also wieder als Teil des aktuellen Hintergrunds betrachten.


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Quellen