Julius Kaesoron

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Julius Kaesoron war First Captain der Emperor's Children kurz vor und zu Beginn des Bruderkrieges.1

Geschichte

Kaesoron war ein gutausehender Mann mit langem, blonden Haar. Er war eng mit Marius Vairosean und Solomon Demeter befreundet. Sein Equerry war ein Space Marine namens Lycaon. Wie viele andere Mitglieder seiner Legion war er ein Freund der bildenden Künste und förderte die Arbeit der Memoratoren an Bord der Pride of the Emperor. Dabei interessierte er sich für sämtliche Formen der Kunst gleichermaßen; sei es die Malerei, die Musik oder die Poesie (er besaß z. B. Werke von Ignace Karkasy).1 K2

Kaesoron führte die 1. Kompanie der Emperor's Children auch in die finale Schlacht gegen die Laer. Zusammen an der Seite seines Primarchen Fulgrim eroberte er mit seinen Terminatoren das zentrale Atoll der Laer und betrat an der Seite des Herrn den heiligsten Tempel dieser Xenos. Was sie dort vorfanden, übertraf Kaesorons kühnste Erwartungen.: ein Meer aus schillernden Farben und Tönen in jeder Höhe und Tonlage. Ohne es zu wissen war Kaesoron ab dem Zeitpunkt von Slaanesh korrumpiert worden. So griff er auch nicht ein, als Fulgrim ein silbernes Schwert der Laer als Trophäe an sich nahm. Zwar spürte er, dass mit dieser Waffe etwas nicht stimmte, doch eine Stimme in seinem Kopf riet ihm, Fulgrim nicht zu warnen.1 K5

Zurück an Bord der Pride of the Emperor begann Kaesoron, sich nach den Erfahrungen aus dem Tempel zu sehnen, während Dinge die ihn bisher erfreut hatten, plötzlich so langweilig und belanglos vorkamen. Von Selbstzweifeln getrieben wandte er sich an seinen Freund Evander Tobias, dem Archivar des Schiffsarchiv. Dieser empfahl im, die Werke von Cornelius Blayke, einem Propheten des alten Terras zu lesen, da er hier vielleicht Antwort finden könne. Von da an laß Julius fast nur noch in Blaykes Büchern. Da dieser wohl selbst ein Anhänger des Chaos war, verfiel Kaesoron jedoch immer mehr in eine Faszination für das Empfinden von Reizen. Später empfahl er Fulgrim die Werke Blaykes weiter.1 K9 & 11

Als die Emperor's Children zusammen mit den Iron Hands in den Kampf gegen die Diasporex zogen, war Kaesoron am Gipfeltreffen zwischen Fulgrim und Ferrus Manus beteiligt. Hier traf er auch erstmals auf Gabriel Santor. Die beiden konnten sich jedoch schon auf den ersten Blick kaum leiden, da Kaesoron in Santar auf Grund des gleichen Ranges einen Konkurrenten sah.1 K5

Schließlich kämpfte er zusammen mit Fulgrim gegen die Diasporex und enterte deren Mutterschiff. Hier lebte er zum ersten Mal seine Emotion frei aus und genoss es, seinen Feinden Schmerzen zu bereiten oder selbst welches zu erfahren. Als Lycaon im Kampf getötet wurde, spürte er eine große Trauer, wie er sie noch nie zuvor für einen gefallenen Kameraden empfunden hatte. Gleichzeitig genoss der dieses Gefühl jedoch auch und wollte mehr.1 K10

Nachdem die 28. Expeditionsflotte später mehrere Jungfernwelten entdeckt hatte, unterstützte Kaesoron den Vorschlag seines Primarchen, diesen Fund nicht den imperialen Behörden zu melden, damit die natürliche Schönheit dieser Welten gewahrt werden würde.1 K12

Er hatte auch zuerst keine Bedenken, als Fulgrim sich auf ein Treffen mit dem Runenpropheten Eldrad Ulthran von Ulthwe auf Tarsus einließ1 K15

Später kämpfte er zusammen mit den anderen Führungsoffzieren der Legion gegen die Eldar, nachdem Ulthran erkannt hatte, dass Fulgrim bereits korrumpiert worden war und den Primarchen attackiert hatte.1 K15

Er begleitete seinen Primarchen erneut zu den Iron Hands, als Fulgrim Ferrus Manus auf die Seite des Kriegsherrn Horus ziehen wollte. Nachdem dieser jedoch standhaft blieb und Kämpfe ausbrachen, rammte Kaesoron ohne zu Zögern seine Energieklauen durch den Brustkorb von Gabriel Santar und verletzte ihn schwer. 1 K19

Im Laufe der Zeit wurde Julius immer abgestumpfter und nur noch extremste Sinneseindrücke vermochten es, ihn emotional zu bewegen. So nahm der den Tod seines ehemaligen Freundes Solomon Demeter völlig unbeeindruckt zur Kenntnis (Demeter gehörte zu dem Teil der Legion, der loyal geblieben war und war auf Istvaan III von Lucius getötet worden). Erst die Oper Maraviglia von Bequa Kynska, die im Grunde in eine wilde Orgie aus Tönen, Farben und Gewalt ausartete, schaffte es wieder, ihn zu erregen.1 K22

Kaesoron kämpfte schließlich im Landungsplatzmassaker gegen die Loyalisten und stürzte sich mit Freude in das Gemetzel, da es ihm endlich wieder das Gefühl gab, lebendig zu sein. Hierbei traf er auch erneut auf Santar, der sich an dem First Captain der Emperor’s Children für dessen Verrat rächen wollte. Es kam zum Zweikampf zwischen den beiden, den Julius schließlich gewann, da Santar völlig konfus war, als er sah wie sein Gegner offenbar die erlittenen Qualen genoss und somit zögerte, es zu beenden. Kaesoron nutzte sein Zögern und tötete Santar mit seinen Energiekrallen. Zum Schluss bedankte er sich noch mal bei Santar für dieses in seinen Augen exzellente Vergnügen mit den Worten ‘’That was exquisite’’ (zu deutsch etwa: ‘’Das war vorzüglich!’’).1 K23

Während dieses Kampfes wurde durch eine verirrte Explosion ein Großteil von Julius Gesichtshaut abgerissen, so das sein Gesicht von da an nur noch eine groteske Maske aus Muskelfleisch und Knochen war.1 K23

Nach dem großen Verrat, bei dem mehrere Legionen ihre Treue zu Horus offenbarten, war Julius Kaesoron nicht mehr an den direkten Kämpfen gegen die letzten verbliebenden Loyalisten beteiligt. Lieber verbrachte er seine Zeit damit, die Leichen der Gefallenen zu schänden und sich von ihren Körpern Trophäen abzureißen, die er fortan an seiner Rüstung trug.1 K24

Quelle