Adeptus Ministorum

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Symbol des Adeptus Ministorum seit der Reformation; Zuvor: Ein Aquila mit Schlüsseln in den Klauen. 6
EkklesiarchiePredigt.jpg
Die Stärke des Imperators ist die Menschheit, und die Stärke der Menschheit ist der Imperator. Wenn einer sich vom anderen abwendet, werden wir alle zu den Verlorenen und Verdammten.


+++ Die Predigten des Sebastian Thor, Band XXVII, Kap. LXII +++ 8: S. 105


Das Adeptus Ministorum, auch Ekklesiarchie oder Imperialer Kult genannt, ist eine gewaltige Organisation, welche auf der religiösen Verehrung des Gottimperators beruht, welche die einzige anerkannte Religion des Imperiums neben dem lediglich geduldeten Maschinenkult des Adeptus Mechanicus und den unabhängigen Kulten der Space Marines darstellt. Das Ministorum verkündet, verbreitet und reguliert diesen Glauben, und auch, wenn die lokale Auslegung der Riten und Dogmen der Ekklesiarchie erstaunlich unterschiedlich ausfallen kann, wird jede zu extreme Abweichung als Häresie betrachtet und schwer geahndet.1: S.4
Das Adeptus Ministorum ist offizieller Teil des imperialen Staatssystems, dessen Oberhaupt, der Ekklesiarch, einen der neun regelmäßigen Sitze im Hohen Senat zu Terra innehat.9: S.14 Gleichwohl handelt es sich bei ihr um eine zumindest nominell vollkommen unabhängige Organisation, welche kein Teil des Adeptus Terra ist.9: S.38
Als jene Fraktion im imperialen Feudalsystem, die die Bürger des Imperiums und die anderen Organisationen im Staatsaufbau mit einem einigenden Glauben und ideologischer Rechtfertigung versorgt, entwickelte sich das Adeptus Ministorum im Lauf seiner inzwischen fast 10.000 Jahre dauernden Geschichte zu einer der wichtigsten Machtgruppen im Imperium und war häufig (Mit-)Verursacher, aber auch Ziel galaxisweit spürbarer Ereignisse - so waren ihre internen Machtkämpfe und ihre 7000jährige, bis heute anhaltende Fehde mit dem Administratum es zum Beispiel, die die Menschheit in das Zeitalter der Apostasie stürzten.1: S.8ff

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Tempel des Imperialen Heilands

-> Hauptartikel: Tempel des Imperialen Heilands

Nach dem ultimativen Opfer des Imperators in der letzten Schlacht des Großen Bruderkrieges, sprossen auf unzähligen Welten des Imperiums neue Kulte und Religionen aus dem Boden, die den Imperator als Gottheit verehrten. Über die Jahre hinweg verschlangen die starken Kulte die kleineren Religionen. Kompromisse in den Auslegungen wurden gefunden, und die Anhänger der wachsenden Sekten verließen ihre Heimatwelten, um ihre Vision des Glaubens an den Imperator zu verbreiten. Am erfolgreichsten dabei erwies sich der auf Terra selbst entstandene Tempel des Imperialen Heilands.
Der Prozess der Integration und Vereinigung der Religionen zog sich bis zum Beginn des 32. Jahrtausends hin, bis etwa zwei Drittel des Imperiums den Lehren des Tempels folgten. Ausnahmen waren das Adeptus Astartes sowie das Adeptus Mechanicus. Im frühen 32. Jahrtausend wurde der Tempel des imperialen Heilands zur offiziellen Religion des Imperium erklärt, man verlieh ihm den Titel des Adeptus Ministorum oder auch, nach seinem Oberhaupt, dem Ekklesiarchen9: S.38, Ekklesiarchie5. Einige Jahrhunderte später wurde das Oberhaupt der Kirche, Ekklesiarch Veneris II., ein Mitglied des Hohen Senats zu Terra. Dieses Ereignis gab der Bedeutung der Ekklesiarchie einen so starken Schub, dass in den folgenden drei Jahrhunderten der jeweilige Ekklesiarch einen dauerhaften Sitz im Konzil der hohen Senatoren erhielt.1 S.5

Konsolidierung der Macht

-> Hauptartikel: Konföderation des Lichtes

Die einzige Imperatorsekte, die der Ekklesiarchie nach ihrem Aufstieg zur Staatsreligion noch gefährlich werden konnte, war die auf Dimmamar im Segmentum Obscurus gegründete Konföderation des Lichtes, deren abweichende Lehren und für Missionare nur schwer zu durchdringende Gefolgschaft schließlich eine so große spirituelle Gefahr darstellten, dass der Ekklesiarch mit einstimmiger Billigung des Hohen Senates zum ersten Glaubenskrieg aufrief, an dessen Ende die Vernichtung der Konföderation als funktionsfähige Religionsgemeinschaft stand.
Die religiöse Herrschaft des Ministorums war damit vollkommen. Ende M33 hatte jede Imperiale Welt mit Ausnahme derjenigen unter Kontrolle des Adeptus Mechanicus und der Space Marines eine Kathedrale, und Abgaben aus allen Teilen des Imperiums verhalfen der Ekklesiarchie zu enormem Reichtum, den sie in immer größere Tempel und prächtige Dekorationen investierte, aber auch zur Finanzierung weiterer Glaubenskriege nutzte, um ihre gewonnene Macht zu erhalten.1 S.6

975.M35, gegen Ende des Nova Terra Interregnums, bemühte sich die Ekklesiarchie, das gespaltene Imperium als religiösen Staat wiederaufzubauen. Als der Wahre Senat von Nova Terra die Lehren des Ministorums zurückwies, starben Millionen Menschen in den resultierenden Glaubenskriegen - ein Ereignis, das als Verheerung der Seelen bezeichnet wird.10: S.125

Das Zeitalter der Apostasie

-> Hauptartikel: Zeitalter der Apostasie

Die Fehde der mächtig gewordenen Ekklesiarchie mit dem Administratum und eine Periode starker Warpstürme führten das Imperium in M36 in das Zeitalter der Apostasie, dessen Höhepunkt die Herrschaft des Blutes des größenwahnsinnigen Ekklesiarchen Goge Vandire darstellt.1: S.8ff Die Beendigung dieser Schreckensherrschaft in den Kriegen der Apostasie war neben Space Marines und Adeptus Mechanicus vor allem dem großen Prediger Sebastian Thor zu verdanken, welcher sich dabei auf die Lehren der Jahrtausende zuvor zerschlagenen Konföderation des Lichtes stützte. Thor wurde für seine Verdienste nach der Herrschaft des Blutes zum Ekklesiarchen erhoben, und es war an ihm, die schwer angeschlagene Organisation neu zu organisieren und wiederaufzubauen. Auch wenn Thor erkannte, dass er entgegen seiner tiefen Abscheu für viele Praktiken der bisherigen, vom Tempel des Imperialen Heilands geprägten Ekklesiarchie mit Rücksicht auf die Stabilität des Imperiums keine zu radikalen Änderungen im Glauben durchführen konnte, erhielt die Ekklesiarchie mit der von Thor initiierten Reformation ein neues Gesicht.1: S.13f

Das Zeitalter der Reformation

-> Hauptartikel: Reformation

Im Zeitalter der Reformation gewann der Imperiale Kult mehr Einfluss, als er jemals zuvor besessen hatte. Das Imperium war geprägt von spirituellen und militärischen Bemühungen, die Folgen des Zeitalters der Apostasie zu überwinden und Verlorenes zurückzugewinnen. In religiöser Hinsicht äußerte sich dies in Pogromen auf Tausenden von Planeten - Scheiterhaufen loderten, während die Bevölkerung versuchte, sich von den Sünden des vorangegangenen Zeitalters zu befreien.10: S.125

Die Gegenwart - Die Ekklesiarchie gegen Ende des 41.Jahrtausends

Von der Krise, in der sich das Imperium seit ca. 750.M419: S.123 befindet, konnte naheliegenderweise auch die im Reich des Imperators allgegenwärtige Ekklesiarchie nicht verschont bleiben. Welten unter direkter Kontrolle des Ministorums wie die Klosterfestung Sanktuarium 101 des Adeptus Sororitas9: S.127, die Schreinwelten Gholas Hoffnung9: S.128ff und Valedor12: S.49; 13: S.18 oder die Missionarswelt St.Capilene 12: S.49; 13: S.18 wurden zum Ziel von Angriffen. Auch war die Ekklesiarchie weder fähig, die antiimperiale, religiöse Hysterie im Vorfeld des Dreizehnten Schwarzen Kreuzzuges im Segmentum Obscurus effektiv einzudämmen,11: S.8ff noch konnte die einigende Kraft des Imperialen Glaubens die Nacht der Tausend Rebellionen im Segmentum Pacificus verhindern9: S.129. Auch die Tau-Ideologie des Höheren Wohls stellt eine große Herausforderung für die Theologie der Ekklesiarchie dar, wie sich an der erfolgreichen Integration randständiger Imperialer Bürger durch die Tau nach dem Damokles-Kreuzzug zeigt.14: S.8 Gerade auf zahlreichen fortschrittlicheren Welten des Imperiums nimmt zudem die Distanz großer Teile der Bevölkerung zum Glauben des Ministorums zu - für diese Menschen ist der Imperiale Glaube lediglich noch ein Lippenbekenntnis, der Imperator wird insgeheim als existent, aber nicht göttlich betrachtet, und zur Maxime ihres Handelns machen sie nicht mehr die Lehren der Ekklesiarchie, sondern ihre eigenen Maßstäbe und Werte.16: S.209 Zeitgleich allerdings finden gerade die apokalyptischsten, militantesten Richtungen des Imperialen Glaubens viele Anhänger.17 S.108
Allerdings stellt der Imperiale Glaube der Ekklesiarchie auch gegen Ende von M41 noch immer einen großen Faktor der ideologischen Untermauerung des Überlebenskampfes der Menschheit dar, von dem sich viele seiner Streitkräfte und Helden in Krisenzeiten inspirieren ließen - so verbrachte der gefeierte Held von Armageddon, Kommissar Yarrick, bei seiner Verteidigung der Makropole Hades im Zweiten Krieg um Armageddon eine Nacht in der Kathedrale, und jene, die ihn gut kannten, sprachen davon, er habe im Gebet Tränen vergossen.15: S.4 Für viele ist der Imperiale Kult der einzige Einfluss, der sie mit der über die gesamte Galaxis verstreute Menschheit verbindet.16: S.208f.

Lehren

Grundlagen

Religiöse Abbildung des Imperators aus "Des imperialen Infanteristen inspirierende Instruktionen" 21 S.80

Fundament aller Lehren der Ekklesiarchie ist die Verehrung des Gottimperators als alleiniges Objekt der Anbetung der Menschheit.1: S.37 Lediglich die Primarchen, allen voran Sanguinius,19 S.64 und die Heiligen sind noch der Verehrung wert, wenn auch bei weitem nicht im gleichen Ausmaß.
Indiskutabel sind ebenfalls die Grundprinzipien der Wachsamkeit gegenüber genetischer Fäulnis, Korruption und Psionikern, die noch auf die Lehren des Imperators selbst aus dem Großen Kreuzzug zurückgehen.9: S.38 Auch die Abscheu vor Xenos findet in den Lehren der Ekklesiarchie eine religiöse Grundlage.8:S.116; 20:S.237 Die Expansion des Imperiums als Reich des Imperators wird propagiert - es vor äußeren Bedrohungen zu schützen und den Versuchungen des Chaos zu widerstehen, ist die Pflicht eines jeden imperialen Bürgers.1: S.37 Die Ekklesiarchie warnt vor dem Schrecken des Chaos. Sie verzichtet aber bewusst darauf, diesen Schrecken näher zu definieren.20:S.236 Auch hat jeder Bürger des Imperiums seinen Platz in der strengen Hierarchie - ein jeder hat seine vom Imperator in seinem großen Plan vorgesehene Funktion nach besten Kräften zu erfüllen. Gehorsam gegenüber denjenigen, die in der Hierarchie weiter oben stehen, letztendlich mit dem Gottimperator selbst an der Spitze, ist die Grundlage dieses Systems.1: S.37
Zur Grundlage des Glaubens gehört ebenfalls die Sündenlehre.16: S.208 Es gibt viele Verfehlungen, derer sich ein Bürger schuldig machen kann - von der falschen Antwort bei einem heiligen Gebetssang bis zu Ketzerei und Blasphemie. Nach der Lehre der Ekklesiarchie wird die Seele eines Menschen nach seinem Tod entweder mit dem Imperator vereint oder vom Chaos verschlungen. Jede Verfehlung schwächt demnach den Imperator und stärkt das Chaos. Ebenso vielgestaltig wie die Sünden können die Bußleistungen sein, die einem Bürger auferlegt werden - Bußgelder, die Übertragung von Sachwerten, gute Taten, Teilnahme an bestimmten liturgischen Zeremonien, die Reinigung von Tempeln und dergleichen mehr. Für schwerere Verstöße kann die Buße in Selbstzüchtigung, Pilgerfahrten oder - für schwerste Sünden - im Tod bestehen.1: S.38

Sieht man von diesen Kernbereichen ab, so ist der Imperiale Glaube eine für viele Interpretationen offene Religion - unterschiedlichste Ansichten finden sich innerhalb der Ekklesiarchie selbst.1: S.37 Heutzutage wird nicht mehr jede Gruppe, die einzelne Glaubensvorschriften anders als der Ekklesiarch interpretiert, automatisch verketzert - auch wenn dies gelegentlich durchaus noch vorkommt.2: S.96 Die meisten Unterschiede bestehen lediglich in zeremoniellen Details oder Fragen der geistlichen Architektur und Kunst und führen zwar zu wochenlangen Debatten in der Heiligen Synode, deren theologische Details dem gemeinen Bürger rätselhaft oder schlicht unverständlich erscheinen können, nicht aber zu Glaubenskriegen.1: S.37

Natürlich schwankt die Gläubigkeit der Bevölkerung. In Zeiten der Unsicherheit und Krise werden die Leute besonders gläubig und beten und bringen Opfergaben dar und lassen sich segnen, nur um danach wieder zu einem lockereren Lebensstil überzugehen. Falls sich das Adeptus Ministorum an dieser nur zeitweiligen Frömmigkeit stört, so lässt es sich das zumindest nicht anmerken.24

Kulte, Orden, Sekten und Schulen

Die derzeit "offizielle Richtung" des Imperialen Glaubens ist die Lehre der Konföderation des Lichtes.22 S.34 Unter dem Dach der weitverzweigten Infrastruktur der Ekklesiarchie existieren jedoch zahllose Fraktionen, Lehren und Bruderschaften, die allesamt danach streben, dem Imperator auf ihre eigene Weise zu dienen. Die meisten Kleriker gehören einem dieser Orden an.20: S.80 Diese Kulte sind nichts anderes als Arten der Imperatorverehrung, die das Ministorum abgesegnet hat oder toleriert, und entstehen regelmäßig beim Prozess der Inkulturation des Imperialen Glaubens im Rahmen der Missionierung neuer Welten.16: S.211 Wie genau die Menschen der Imperator verehren, ist sehr stark abhängig von den örtlichen Gegebenheiten - So betrachten die Geistlichen des Hochkönigs von Areal den Imperator als "König des Himmels" - die Arbeiter der Himmelswerke haben darum ihren Blick vom Himmel abzuwenden, wenn sie in der Höhe arbeiten, um den Imperator nicht durch Anmaßung zu verärgern, und in den Dörfern konstruieren die Gläubigen "Kerzenballons", um mit ihnen Gebete zum Himmel aufzusenden. Auf der Minenwelt Luggnum empfangen die Bergwerksarbeiter täglich stundenlange Segnungen, bevor sie in die gefährlichen Schächte herabfahren. Auf Urzeitwelten wie Dwimlicht ehren die wilden Menschen den Imperator als Sternengott und scheren ihre Köpfe kahl, damit er mit seinen Millionen von Augen in ihren Kopf sehen und auf ihren Glauben schauen kann.16: S.209
Andere Kulte entstehen durch die Taten von Heiligen, die andere Bürger des Imperiums dazu anspornen, ihnen nachzufolgen16: S.211 - Leuten wie Macharius, Kiodrus oder den Schutzpatroninnen des Adeptus Sororitas. Wiederum andere, vor allem die militanteren Sekten, erheben einen bestimmten Aspekt der ekklesiarchalischen Lehren zum Hauptaspekt ihres Glaubens.1: S.37 Einige Todeskulte oder fanatische Sekten wie die Redemptionisten sind stark an der Grenze, werden jedoch je nach Ausrichtung der Kulte (oder der lokalen Kardinäle) ebenfalls ausgiebiger unterstützt.16 S.109

Beispiele für Kulte, die im Imperium auf mehr als einer Welt existieren, sind neben den bereits erwähnten militanten Redemptionisten die Calenditen, die Phanacische Schule der Gedanken, die Imperialisten, die Bruderschaft des Lichtes1 S.37f, das Lichte Streben,25 die Mendikantiner16: S.36f, die Drusianer, der Vitrianbund und die Schwestern der Leere.16: S.212ff Auch das Adeptus Sororitas enstand ursprünglich aus einem Kult, den Töchtern des Imperators.1 S.10ff

Organisation

Prediger des Ministorums

Räumlich ist die Ekklesiarchie aufgeteilt in die Gebiete der einzelnen Diözesen, diese wiederum in Distrikte, von denen jeder einen eigenen Schrein besitzt.9 S.38f

Institutionell lässt sich die Ekklesiarchie grob in zwei Bereiche unterscheiden, zwischen denen es allerdings vielfältige Überschneidungen und Verflechtungen gibt.1 S.33
Der kleinere Teil der Ekklesiarchie wird von Erz-Dekanen jeder Diözese geleitet, und kümmert sich um die organisatorischen und administrativen Aspekte der Kirche - die Untergebenen der Erz-Dekane kümmern sich um die Berechnung der Steuern und deren Erhebung, planen den Bau neuer Gebäude und bemühen sich auch sonst um alle weltlichen Bedürfnisse der Ekklesiarchie. Unter den Erz-Dekanen stehen die Dekane in den einzelnen Gemeinden der Diözesen, auf der niedrigsten Ebene schließlich Scharen von Buchhaltern, Rechnungsprüfern und Schreibern.1 S.33
Der als Frateris Klerus1 S.34 bekannte größere Teil der Ekklesiarchie kümmert sich um die geistlichen Aspekte - diese Funktion erfüllen die Kardinäle und Prediger, Missionare und Konfessoren. Sie führen die Bevölkerung in der Anbetung des Imperators, verbreiten den Imperialen Glauben und setzen die Lehren der Ekklesiarchie um. In dieser Hauptkörperschaft existieren als Leitgremien die dem Ekklesiarchen unterstehenden Synoden - die Heilige Synode auf Terra und die Synode Ministra auf Ophelia VII. Auf niedrigerer Ebene gibt es außerdem zahlreiche Sonderorganisationen, darunter die Schola Progenium und das Missionarus Galaxia.1 S.33f

Personell ist die Ekklesiarchie straff hierarchisch untergliedert. Unter dem Ekklesiarchen stehen die Kardinäle, die sich untergliedern in die höchste Ebene der fünf im Palast der Ekklesiarchie residierenden Erzkardinäle, die mittlere Ebene der Kardinäle Terra, die eine Diözese auf Terra leiten, und schließlich als unterste Kardinalsebene die Kardinäle Astralis, die eine der unzähligen Diözesen in der ganzen Galaxis unter sich haben. Die Kardinäle Astralis unterteilen sich weiter in die zwei weiteren Gruppen der Astralis und Astralis Ministra. Die Astralis Ministra dienen auf Ophelia VII und nahe an dieser Welt gelegenen Systemen und bilden zusammen die Synode Ministra.1 S.34
Unter den Kardinälen stehen die Prediger. Diese unterteilen sich in die Pontifices Urba - religiöse Führer einer Stadt, die Pontifices Astra - die religiösen Herrscher eines Raumschiffs oder Geschwaders und die Pontifices Mundi, die eine ganze Welt des Imperiums führen, sowie darunter die einfachen Prediger, die auf Distriktebene einen Schrein leiten. Daneben stehen die Konfessoren, die über keinen Schrein verfügen, sondern reisend den Imperialen Kult verkünden und durchsetzen.9 S.38f

Wenn Priester die imperialen Streitkräfte begleiten, sind sie in Missionen gegliedert wie etwa die 87. Mission während des Tratica-Feldzugs.26

Streitkräfte

Das Adeptus Sororitas

Symbol des Adeptus Sororitas

-> Hauptartikel: Adeptus Sororitas

Durch Inkrafttreten des Dekret Passivum nach der Herrschaft des Blutes wurde der Ekklesiarchie untersagt, "Männer unter Waffen zu halten". Die Ekklesiarchie löste die Flotten und Armeen auf, die Goge Vandire gedient hatten. Der archaische Wortlaut des Gesetzes gestattete es allerdings dem neuen Ekklesiarchen Sebastian Thor, die Kriegernonnen des Adeptus Sororitas zur neuen Streitmacht der Ekklesiarchie zu machen. Seitdem dient die Schwesterschaft der Ekklesiarchie als stehende Armee.3: S.4f

Die Frateris Militia

-> Hauptartikel: Frateris Militia

Die Frateris-Miliz wird in Notzeiten aus Mitgliedern des Klerus, Laiengefolge und, wenn nötig, sogar den Buchhaltern und Funktionären des Ministorums, gebildet und zieht unter Führung eines Predigers oder Konfessors in die Schlacht.1: S.59

Verhältnis zu anderen imperialen Organisationen

Die Space Marines sind schon seit der Frühzeit des Ministorums in einen ununterbrochenen Machtkampf mit der Ekklesiarchie verwickelt. Aus Sicht der Ekklesiarchie handelt es sich schlicht um Mutanten und Ketzer - die Space Marines mögen Mitbegründer des Imperiums sein und für den Imperator bereitwillig in den Tod gehen. Es gibt allerdings in der Ekklesiarchie ernsthafte Zweifel daran, ob die genetisch veränderten Space Marines überhaupt noch Menschen sind, und sie unterwerfen sich, von Ausnahmen abgesehen, auch nicht der theologischen Autorität des Ministorums. Sie hängen ihren eigenen, archaischen Kulten an, die von Orden zu Orden stark variieren. Die meisten Orden verehren den Imperator als ein leuchtendes Exempel, als ihren Urvater und als großen Menschen, sie betrachten ihn allerdings nicht als Gott. So besteht zwischen den Space Marines und dem Ministorum ein schwieriger Kompromiss, den man wohl am besten als Nichtangriffspakt bezeichnen könnte - die Welten der Space Marines bleiben von den Missionaren und Konfessoren unbesucht, die Bevölkerung unbekehrt, und das Adeptus Astartes mischt sich seinerseits nicht in in die inneren Angelegenheiten des Ministorums ein. Als Symbol ihrer Verbindung erhalten die Ordenspriester der Space Marines ein Rosarius der Ekklesiarchie.
Immer wieder wird diese schwierige Vereinbarung erschüttert, wenn ein übereifriger Kardinal oder Konfessor den Missmut über die Space Marines schürt. Die Ekklesiarchie bemüht sich jedoch, diese Fehden schnell auszuräumen, was nicht immer ohne Blutvergießen funktioniert.1 S.50 Aber auch auf höherrangiger Ebene wurde der Gegensatz zwischen Ministorum und Astartes bereits zum Anlass von Kampfhandlungen: 886.M41 schickte die Ekklesiarchie Abgesandte nach Fenris, um Gerüchten über die Verehrung heidnischer Götter durch die Space Wolves nachzugehen und den als äußerst eigensinnig geltenden Orden zum Imperialen Glauben zu bekehren. In Reichweite der Geschütze des Reißzahnes allerdings wurde überraschend das Feuer auf die Abordnung eröffnet. Mithilfe dreier Orden des Adeptus Sororitas kehrten die Abgesandten ein Jahr später in das System zurück. Es kam zu dreiwöchigen Kämpfen, bis die Ekklesiarchie sich zurückzog, um den Konflikt nicht weiter eskalieren zu lassen.23:S.19

Das Ministorum lehrt, dass der Omnissiah, den die Techpriester des Mars verehren, eine Facette des Gottimperators ist.18 S.4 Dies gewährt den beiden Organisationen einen gewissen Frieden. Allerdings ist das Verhältnis des Ministorums zum Adeptus Mechanicus längst nicht mehr so herzlich wie zu den Anfangszeiten des Imperiums - arbeitete das Mechanicus damals noch mit der Ekklesiarchie zusammen, so verlangen die Techpriester nun hohe Preise für die Reparatur technologischer Reliquien des Ministorums.1 S.36 So kommt es, dass interne Papiere der Ekklesiarchie, wo sie das Adeptus Mechanicus betreffen, vor Abscheu triefen.8 S.268

Mit dem Administratum führt die Ekklesiarchie einen inzwischen sieben Jahrtausende alten Machtkampf, der mal der einen, mal der anderen Seite zuneigte. Zwischen M33 und M34 hatte zunächst das zur Staatsorganisation erhobene Ministorum die Oberhand und diktierte praktisch allein die Imperiale Politik. Diese Macht schwand vom späten M34 bis ins frühe M35 wieder, als das Administratum sich bemühte, seine Machtfülle aus der Zeit wiederzugewinnen, bevor es das Ministorum überhaupt gegeben hatte, und die Ekklesiarchie unter Führungsschwäche litt. Während der Herrschaft des Blutes hatten beide Organisationen mit dem tyrannischen Senator Goge Vandire das gleiche Oberhaupt. Welche Seite nach dem Ende des Zeitalters der Apostasie den größeren Einfluss besitzt, ist nicht bekannt.1: S.8

Wie alle imperialen Organisationen wird auch das Ministorum von der Inquisition überwacht - mit dem Ordo Haereticus beschäftigt sich sogar einer der drei großen Orden schwerpunktmäßig mit der Beobachtung der Ekklesiarchie.3: S.5 Selbst ein Würdenträger von der Machtfülle des Ekklesiarchen ist dabei nicht immer fähig, einem entschlossenen Inquisitor Einhalt zu gebieten, so zu sehen am Zusammenstoß des Großinquisitors Karamasow mit dem Ekklesiarchen Decius XXIII. im Jahr 945.M413: S.45 Auf der anderen Seite stellen die Doktrinen der Ekklesiarchie für viele Inquisitioren bei der Verfolgung von Häretikern gewissermaßen "Arbeitsrichtlinien" dar, und auch auf organisatorischer Ebene besteht eine Überschneidung: So sind die Schwestern der Ordo Militaris des Adeptus Sororitas sowohl Divisio Militaris der Ekklesiarchie als auch des Ordo Haereticus.3: S.5


Adeptus Terra und weitere zentrale Institutionen des Imperiums
Adeptus Administratum
Imperiale ArmeeImperiale FlotteHandelsmarineDepartmento MunitorumDepartmento Magistratum
Adeptus Mechanicus
Adeptus TitanicusCenturio OrdinatusOrdo ReductorSkitariiLegio CyberneticaAdeptus BiologisDepartmento ManafacturumKnight Hausstände
Inquisition
Ordo MalleusOrdo XenosOrdo HaereticusOrdo Sicarius
Adeptus Ministorum
Adeptus SororitasMissionarus GalaxiaSchola Progenium
Adeptus Astartes Adeptus Custodes
Adeptus Astra Telepathica
Sororitas Silentum
Adeptus Astronomica Navis Nobilite Officio Assassinorum Adeptus Arbites


Quellen

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