Hilarion
Inhaltsverzeichnis |
Einleitung
| Karte | Basisdaten | Planet | |
| Name: | Hilarion |
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| Segmentum: | Segmentum Obscurus | ||
| Sektor: | Calixis-Sektor | ||
| Subsektor: | Hazeroth | ||
| System: | unbekannt | ||
| Bevölkerung: | ca. 750,000,000 | ||
| Zugehörigkeit: | Imperium | ||
| Kategorie: | Agrarwelt | ||
| Tributrate: | unbekannt | ||
Allgemein
Die imperiale Welt Hilarion
Religion
Der Planet
Hilarion hat zwei Monde, die sich um 90° zueinander und 30° zu jeder Seite der Planetenachse entgegengesetzt drehen. Dies bewirkt ein leichtes Wackeln der Planetenbahn, ist jedoch ein stabiles Phänomen. Nur die wenigsten Menschen auf Hilarion wissen, dass der kleinere, nähere Monde ein künstliches Konstrukt ist und die Quarantänestation beherbergt, die jeder Verkehr von Außerhalb passieren muss. Da die Produktion des Planeten um jeden Preis geschützt werden muss, werden alle Schiffe und ihre Crews dekontaminiert bevor eine Landeerlaubnis erteilt wird. Um dies auch durchzusetzen ist die Station mit einigen Laserbatterien und Torpedoabschussvorrichtungen bewaffnet und stellt somit auch die einzige Orbitale Verteidigungsanlage dar.
Aufgrund der unterschiedlichen Größe und Entfernung zur Oberfläche wirken die Monde die meiste Zeit über sehr verschieden. Während Solstice liegen beide Monde und der Stern auf einer Achse und es finden große Feierlichkeiten überall auf Hilarion statt. Diese als Emperor's Halo bekannte Konstellation, benannt nach der um die Monde sichtbaren Corona, tritt alle fünf Jahre auf. Seltsamerweise scheint der kleinere der Monde dabei von sich aus zu leuchten, obwohl der größere zwischen ihm und dem Stern steht.
Die Temperatur an der Oberfläche beträgt im Durchschnitt 19°C, der Äquatorumfang 59,757 Meilen und die Schwerkraft 0.95 G. Der Planet braucht 590 terranische Tage um sein Zentralgestirn zu umrunden und dreht sich alle 28 terranische Stunden um die eigene Achse. Die Atmosphäre besteht aus 75% Stickstoff, 21.95% Sauerstoff, 0.93% Argon, 0.137% Kohlenstoffdioxid und Spuren einer Reihe anderer Gase sowie durchschnittlich 2% Wasser.
Die Planetenoberfläche ist zu 59% mit Landmasse bedeckt, den Rest bilden Gewässer von denen der Großteil Süßwasserquellen sind. Ein regelmäßiger und ausgiebiger Niederschlag sorgt dafür, dass die Böden immer ausreichend feucht und die Flüsse gut gefüllt sind. Gelegentlich treten auch Stürme auf, am häufigsten aber in den Monaten vor Solstice. Obwohl diese mitunter recht heftig sind richten sie kaum Schäden an.
Der Boden ist sehr fruchtbar und für nahezu jedwede Pflanzenart geeignet. Fast alle Flächen können für Landwirtschaft genutzt werden und es fällt manchmal schwer einen Standort für die Dörfer und Städte zu finden, da man den guten Boden nicht zubauen will. Die Böden aller größeren Gebäude sind mit Steinen ausgelegt, die aufwendig aus Hügeln und Bergen gehauen und antransportiert werden müssen, da verschüttetes Saatgut nicht nur Ungeziefer anlockt sondern in kürzester Zeit anfangen würde zu sprießen.
An den Polen befinden sich größere Gebirgsketten, in denen nur wenige Menschen leben, da nicht genügend Flachland zur Verfügung steht um effektiven Anbau zu betreiben. In diesen Gegenden wachsen jedoch viele Kräuter besonders gut, weswegen diese dort ausgesät und von unerschrockenen Bauern abgeerntet werden, die die Einsamkeit in den Bergen für den Gewinn den die Pflanzen einbringen in Kauf nehmen.
Hilarion hat eine Vielzahl kleinerer Seen. Das meiste Frischwasser kommt jedoch aus Flüssen und Bächen, die in größeren Seen münden, in denen viele Fischarten leben. Diese werden von der ansässigen Bevölkerung gefangen und stellen eine willkommene Nahrungsergänzung zur pflanzlichen Kost dar. Einige Fischarten sind selten und schwer zu fangen und deswegen bei den Adelshäusern als Festessen begehrt. Ein Solstice Fest wäre ohne den kleinen, regenbogenfarbenen Sweetwater Motley nicht komplett.
Die wenigen Küsteninseln stehen unter der Herrschaft der White Brethren und das Betreten ist strengstens verboten.
Flora und Fauna
Generell wachsen heute auf Hilarion so viele Pflanzen, dass die Bevölkerung leicht mit genügend Nahrung versorgt und der Exportbedarf gedeckt werden kann. Als die Siedler zum ersten mal Fuß auf Hilarion setzten gab es nur wenige Tiersorten. Heute gibt es hingegen eine große Menge verschiedener Tier- und Pflanzenarten, von denen die meisten importiert wurden. Nur in wenigen Gebieten existiert noch etwas von der ursprünglichen Vegetation und Fauna. Die einzige heimische Spezies, die von Nutzen erschien und domestiziert wurde, ist der Falcohawke. Er wird von den Adligen als Jagdhelfer benutzt und der Beruf des Falkners, welcher sich um die Versorgung und Ausbildung der Tiere kümmert, ist hoch angesehen.
Es gibt Aufzeichnungen über eine große Reptilienspezies, die jedoch nur selten gesichtet werden, da sie in den entlegenen Gebirgsregionen oder den Tiefen der Ozeane leben. Einige Familien besitzen Trophäen dieser Tiere. Über die Jahrhunderte hinweg sind die Sichtungen allerdings immer seltener geworden, sodass sie in einigen Gegenden schon als Legenden gelten. Wo immer Vieh oder Bauern auf unerklärliche Weise verschwinden werden die Reptilien dafür verantwortlich gemacht und einige Bauern behaupten gelegentlich einen Streifen am Himmel gesehen zu haben. Angeblich können diese geflügelten Echsen sogar Feuer speien. Die Priesterschaft unterdrückt diesen Aberglauben nicht, da er die Bauern bei der Stange hält und diese sich besser um ihre Aufgaben kümmern, obwohl sie natürlich den Ursprung dieser Flugspuren kennt. Heute kann niemand mehr mit Sicherheit sagen ob die Tiere noch existieren oder nicht. Gelegentlich wird eine Queste ausgerufen und junge Adlige versammeln sich zu einer Jagdgesellschaft in der Hoffnung eine der Echsen zu erlegen. Diese Questen halten die niederen Adelshäuser bei Laune und stärken die Kooperation untereinander. Sollte jemals eine Trophäe zurückgebracht werden, würde der Sieger der Queste große Anerkennung erhalten.
Zu den importierten Spezies zählen neben der Pflanzen selber auch eine Reihe von Tieren, die als Bestäuber fungieren. Unglücklicherweise sind in den frühen Tagen der Kolonisierung auch einige Ungezieferarten aus den Landungsschiffen und den Quarantänezonen entkommen, die nun die Bevölkerung plagen. Die Adelshäuser haben außerdem veranlasst gewisse Tiere über die Jahre hinweg als Jagdbeute zu importieren. Die Population dieser Tiere wird streng kontrolliert und ihr Interagieren mit anderen Tieren und Pflanzen überwacht. Das Transportwesen beruht auf Hilarion auf verschiedenen Lasttieren, die ebenfalls von den Siedlern mitgebracht wurden.
Wirtschaft und Gesellschaft
Den Großteil der Bevölkerung auf Hilarion machen Bauern und Diener aus. Sie alle stehen im Dienste eines der Adelshäuser und müssen schwer schuften um die Gewürze und Duftstoffe abzubauen, die dann von ihren Herren exportiert werden, was die meisten Bauern nicht einmal wissen. Für sie steht nur fest, dass der Imperator ihre Arbeitskraft braucht. Mit Tauschhandel werden unter den Bauern Waren gehandelt und nur selten besitzt einer von ihnen wenige Imperials oder Eagles, die lokale Währung. Die Adelshäuser treiben untereinander auch Tauschhandel oder bezahlen mit Geld. Throne Gelt ist die wertvollste Währung. Sieben Eagles sind ein Imperial und drei davon ein Throne Gelt. Die feudale Wirtschaft ist sehr stabil, da keines der Häuser einen besonderen Vorteil gegenüber den anderen hat. Dies kommt wahrscheinlich daher, dass alle durch ihr Blut aneinander gebunden sind und vom Council of Colours regiert werden.
Hauptexportgut von Hilarion sind Aromastoffe wie Weihrauch, die zum größten Teil vom Adeptus Ministorum im ganzen Calixis-Sektor verbraucht werden. Die empfindlichen Duftstoffe wie Weihrauch und Myrrhe müssen von Hand geerntet und verarbeitet werden, da eine maschinelle Verarbeitung ihre Reinheit herabsetzen würde. Auf diesem Gedanken basiert die gesamte Gesellschaftsstruktur Hilarions nach der die Ernte und Produktion nur durch Bauern ausgeführt werden darf. Nachdem dieses System etabliert wurde, war es nur eine Frage der Zeit bis es auf andere Duftpflanzen und Gewürze wie Zimt und Safran ausgedehnt wurde, die von den guten Umweltbedingungen und der manuellen Arbeit auf Hilarion profitieren würden. Dies waren sehr exquisite Handelsgüter und ihre seltene Erlesenheit erhöhte den Verkaufspreis nur noch weiter. Dieser in der Menge sehr beschränkte Verkauf von Luxusgütern ermöglicht den lokalen Adelshäusern ihren hohen Lebensstandard und versetzt sie wiederum in die Lage ihrerseits Luxuswaren wie feinste Stoffe oder Tutoren für ihre Kinder zu importieren.
Zu den wenigen Importgütern, die Überhaupt an der Quarantäne vorbei nach Hilarion gebracht werden dürfen, zählen vor allem neu entwickelte Pflanzensorten, die nach intensiven Tests als für das Klima der Welt geeignet erscheinen. Diese Pflanzen werden auf separaten Inseln nahe der Küste angepflanzt um eine Verbreitung in das Ökosystem zu unterbinden und ihr Wachstum dort strengstens von Mitgliedern der White Brethren überwacht. Sollten die Pflanzen sich nicht mit den lokalen Spezies vertragen oder treten anderweitig Komplikationen auf werden die Testfelder sofort vernichtet. Die White Brethren nutzen die Inseln auch um Züchtungen und Kreuzungen aus der einheimischen Flora zu testen.
Die Abgaben Hilarions an das Imperium bestehen hauptsächlich aus den Duft- und Aromastoffen für die Ekklesiarchie und Gewürzen für die Adelshäuser im gesamten Sektor.
Militär und Sicherheit
Da der Großteil der Bevölkerung nur aus ungebildeten, einfachen Bauern besteht, ist die Lage sehr ruhig und es gibt keinerlei Aufstände oder gar Kriege zwischen den Herrscherhäusern. Alle Konflikte unter den Adligen werden diplomatisch gelöst. In der Praxis bedeutet das zumeist eine Vermählung zwischen streitenden Parteien um die Einigung zu besiegeln. Einen Bauern zu bewaffnen würde heißen einen Arbeiter auf den Feldern und damit Gewinn zu verlieren, weswegen keines der Adelshäuser größere Truppenverbände unterhält.
Aufgrund dessen existiert auch keine richtige PVS und den einzigen Schutz der Welt stellt im Prinzip die Raumstation mit der Quarantänestation dar, deren Bewaffnung jedoch primär zur Durchsetzung der Quarantänevorschriften installiert wurde und einem größeren Angriff nicht viel entgegensetzen kann.
Die Bewohner sind auch nicht als Rekruten für die imperiale Armee geeignet, da sie große Schwierigkeiten hätten mit der Welt und Technologie außerhalb ihres mittelalterlichen Lebens fertig zu werden.
Hilarion ist außerhalb des Subsektors nicht weiter bekannt und man gibt sich Mühe es auch dabei zu belassen um nicht berechtigte Händler oder anderes Gesindel fernzuhalten. Sollte die Welt wirklich einmal in Gefahr sein, wären die Bewohner selbst nicht in der Lage sich zu verteidigen und auf Hilfe von anderen Welten angewiesen. Sämtlicher, außerweltlicher Personenverkehr und Gütertransport wird durch eine Quarantänestation auf dem kleineren Mond geschleust und nur Händler mit einer durch die Ekklesiarchie abgesegnete Lizenz dürfen Shuttles auf die Oberfläche entsenden um Waren und Abgaben aufzunehmen. Dabei sind die Landezonen genau vorgeschrieben und die Shuttles werden während der ganzen Zeit von Beobachtern des Order Famulous überwacht. Den Besuchern wird weiterhin zu verstehen gegeben unter sich zu bleiben und die Bevölkerung nicht mit Geschichten von jenseits des Systems zu verstören.
