Gork und Mork
Aus Lexicanum
| Achtung Adept des LEXICANUM!
Dieser Artikel entspricht nicht den Artikelrichtlinien des LEXICANUM |
Gork und Mork sind die Götter der Orks.
Inhaltsverzeichnis |
Allgemeines
Die meisten Imperialen Beobachter stimmen in einem Punkt überein - die Kultur der Orks ist grob, primitiv und brutal. Ob es die Menschen sind, die Ordnung und Stabilität lieben, das ausgestorbene Volk der Squats, welches Ehre und Tradition groß schrieb, oder die Eldar, welche Kunst und Genuss lieben, für sie alle sind, beziehungsweise waren die Orks nichts anderes als die ungebändigten Barbaren des Universums. Die Orks selbst interessieren sich nicht für die Meinung anderer. Besonders nicht, wenn es sich dabei um die Gegner der nächsten ordentlichen Keilerei handelt. Sie schauen auf die Menschen, Squats und Eldar und verspotten sie mit drei Worten: Schwach, schmächtig, viel zu klein. Orks besitzen schon so etwas wie eine fortschrittliche Kultur. Sie wird nur nicht von den anderen Rassen verstanden.
Die Orks und ihre Lebenseinstellung repräsentieren eine starke und kraftvolle Energie im Universum. Orks sind ein höchst erfolgreiches Volk. Sie scheinen dazu fähig zu sein, im Vergleich zu den ärmlichen Menschen mühelos zu überleben, sich auszubreiten und zu gedeihen. Der orkische Charakter, der stark, pragmatisch und praktisch unverletzbar ist, hat sein Spiegelbild im Warp im Form zweier mächtiger, wilder und kriegslüsterner Götter, die als Gork un' Mork bekannt sind.
In der orkischen Mythologie konfrontieren Gork und Mork immer wieder die Götter des Chaos und die der anderen Rassen. Sie wurden noch niemals besiegt, zucken angesichts der Angriffe der anderen Götter nur mit den Achseln und lachen sie aus. Gork grinst, bleckt die Zähne, und landet mit seiner riesigen Keule einen mächtigen Schlag auf dem Kopf seines Gegners. Mork hingegen, der Meister der Verschlagenheit, wartet, bis sein Gegner nicht hinsieht und verpasst ihm dann einen gemeinen Tiefschlag.
Einen Eindruck vom Erscheinungsbild der Götter kann man erhalten, indem man sich einfach einen Garganten der Orks ansieht, den die Orks nach ihrer Vorstellung vom Aussehen ihrer Götter gebaut haben. Die Orks widmen nämlich alle ihre Schlachten und Kriege ihren beiden Göttern und bauen deshalb die Garganten als gigantische Ebenbilder der beiden. Die Mekboyz, welche sie erschaffen, versuchen etwas zu bauen, das die Essenz des Orktums in eine mechanische Form bringt. Warum diese aus allen Ritzen qualmenden Metallmonster eigentlich überhaupt funktionieren, weiß niemand so genau - schon gar nicht die Orks. Der Gargant ist somit nicht nur die ultimative Kriegsmaschine, sondern auch ein religiöses Symbol. Das liegt unter anderem auch daran, dass diese riesigen Maschinen dem Verhalten der Göttern der Orks sehr ähneln - sie trampeln durch die Gegend und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Sie gehen genau dahin, wo sie wollen, schreiten von Planet zu Planet und scheuen niemals einen Kampf.
Die Orks glauben außerdem, dass diese beiden wirklich schrägen Raufbolde den ganzen Tag nichts anderes tun, als sich gegenseitig auf die Birne zu hauen. Das ist natürlich superorkig, und die Orks erzählen sich viele Legenden über Gork "Da stärkztä Ding im Uhnniversum" und Mork "Da hintahälzigstä Ding im Uhnniversum" (bzw. Orkivärsum). Die Orks betreiben mit ihren Göttern jedoch weder einen religiösen Kult, noch beten sie sie in Zeiten der Not an - ihnen ist klar, dass die mächtigsten aller Orks sie wahrscheinlich einfach platt trampeln würden, statt sie zu beachten. Daher ziehen Orks es vor, laut brüllend und geistig total weggetreten in die nächstbeste Schlacht zu stürmen. Motorenlärm, Boltersalven und gigantische Explosionen sind halt orkig und daher viel besser geeignet, um Gork und Mork anzubeten.
Normalerweise kippen sich Weirdboyz am Tage ein Fungusbier nach dem anderen in die Birne und bekommen dadurch total durchgeknallte Halluzinationen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich Weirdboyz eigentlich immer recht merkwürdig benehmen und bei vollen Bewusstsein wie Snotlings mit einem selten dämlichen Gesichtsausdruck herumrennen. Sie sind fest davon überzeugt, dass Gork und Mork wirklich existieren - schließlich haben sie sie ja im Delirium getroffen. Daher können sie die Kräfte der Götter beschwören, wenn die Macht des Waaagh! sehr stark ist.
So können Weirdboyz in der Schlacht munter und fröhlich grinsend mit Psi-Blitzen um sich schießen und verhindern ganz nebenbei noch, dass ihnen der Schädel platzt. Die meisten Weirdboyz manifestieren die Macht des Waaagh! durch bestimmte Gesänge, die an Gork und Mork gerichtet sind, um ihre Unterstützung für diese Schlacht zu erflehen. Da Stampfa ist beispielsweise eine Psi-Kraft, in der Gork darum gebeten wird, die stinkigen feindlichen Gitz in Grund und Boden zu stampfen. Da das vernebelte Hirn der Weirdboyz nur noch von diesem Gedanken geleitet wird und ohnehin schon bis zum überlaufen mit Waaagh!-Energie voll ist, bildet sich plötzlich eine ektoplasmatische Manifestation von Gorks Fuß und trampelt wirklich irgendjemand nieder.
Es ist außerdem überhaupt nicht verwunderlich, Gork und Mork regelmäßig über die Chaosgötter triumphieren zu sehen, schließlich triumphieren die Weirdboyz in einem psionischen Kräftemessen auch immer über Dämonen und Imperiummenschen. Dämonen und Imperiale Psioniker werden meist durch die Attacken der Weirdboyz ausgeschaltet. Die gewaltigen psychische Energien der gröhlenden und vorwärts marschierenden Orkboyz können von einem Weirdboy gebündelt werden, um solche Gegner zu bannen oder zu zerstören. Die Orks glauben dann, dass die Chaosgötter durch einen Schlag purer Orkheit weggewischt wurden. Wenn die Orks dem Terror des Chaos direkt ins Auge sehen und miterleben, wie riesige Dämonen von Kauderwelsch brabbelnden Weirdboyz vernichtet werden, verlieren sie sofort all Angst vor den Schrecken des Warps und glauben fest daran, dass Orkheit alles bezwingen kann.
Madboyz sind einfach nur verrückt und gelten selbst nach orkischen Maßstäben als extrem unberechenbar. Doch sie werden von den anderen Orks hoch geachtet, denn man hält alle Madboyz für die Auserwählten von Gork und Mork. Viele Waaaghbosse suchen vor einer Schlacht oder einem Waaagh! eine Ansammlung vor sich hinbrabbelnder Madboyz, um durch sie als Medium Gork und Mork zu befragen. Die meisten Bemühungen dieser Art scheitern jedoch an dem unverständlichen Kauderwelsch, das so etwas wie eine Antwort darstellen soll.
Bekannte Mythen der Orks
Die Jagd: Gork und Mork schauten nach einer gigantischen Squig-Bestie und fanden sie auf dem Grund einer Müllkippe. Auch Nurgle, einer der Götter des Chaos, war auf dem Grunde der Müllkippe und hatte alle Snotlings gefressen. Gork und Mork verdroschen Nurgle so hart, dass er die Snotlings alle wieder ausbrach. Sie lebten alle noch, wobei Nurgle mit jedem rausgewürgten Snotling immer kleiner wurde, bis er auf die Größe eines Squigs geschrumpft war. Die Snotlings verarbeiteten anschließend den Squig zu einem Festessen für Gork und Mork.
Dieser Mythos repräsentiert deutlich den Sieg der Orks über den Chaosgott Nurgle. Die Orks haben deshalb keine Angst vor den Reichen des Fäulnisgottes, wie zum Beispiel Sumpf- oder Todeswelten, und grinsen fröhlich bei dem Gedanken an das Züchten und Gedeihen von leckeren Squig.
Ere we go!: Gork und Mork schauten eines Tages zum Himmel herauf und sahen einen anderen Planeten zwischen den Sternen hervor scheinen. Mork forderte Gork heraus; er solle versuchen diesen Stern mit seiner Keule herunterzuschlagen. Gork schleuderte die Keule mit all seiner Kraft, vergaß jedoch, dass sie mit einem Band an seinem Gürtel befestigt war. Die Keule segelte auf den Planeten zu, mit dem Orkgott im Schlepptau. Mork griff nach Gork, weswegen auch er hinterher flog.
Dieser Mythos steht für den abenteuerlichen Charakter der Orks und ihre unbekümmerte Art und Weise, wie sie durch den Weltraum reisen. Heutzutage vermuten viele Imperiale Gelehrte, dass die orkischen Space Hulks in den Augen der Orks nichts anderes darstellen, als riesige Sinnbilder für Gorks geschleuderte Keule.
Orks und das Chaos
Es gibt wahrscheinlich keinen einzigen Ork, der wirklich etwas mit den Mächten der Finsternis anfangen kann, doch sie würden alle lieber zum Chaos überlaufen, als sich irgendeiner anderen Rasse anzuschließen. Dies trotzt der Erkenntnis, dass Orks eigentlich relativ stabil und selbstzufrieden vor sich hin leben. Nur eine Handvoll Imperialer Gelehrten und Inquisitoren halten es überhaupt noch für möglich, dass die Grünhäute eines Tages vielleicht zum Chaos überlaufen könnten. Einige Rassen halten die Orks jedoch von Natur aus für bösartig und deshalb dem Chaos zugehörig. Aber dieses Missverständnis liegt eindeutig auf ihrer Seite.
Orks sind nicht durch und durch schlecht. Orks arrangieren sich auch normalerweise nur sehr selten mit den Kräften des Chaos. Orks leben strikt nach der Devise - Der Starkärä hat Rächt, der Stärkstä hat Obarächt. Ein Prinzip das sich durch das gesamte Orkiversum zieht. Kriegsliebende Völker wie die Orks glauben daran, dass nur der Starke überdauern wird und reflektieren dies in ihrer Gesamtheit überdeutlich. Ebenso besteht das Chaos nur, weil es durch die Gelüste Milliarden von intelligenten Lebewesen am Leben gehalten wird. Die stärksten Emotionen manifestierten sich schließlich in Form der Dunklen Götter und ihrer Dämonen.
Aufgrund dieser Tatsache sind auch gewaltige Energien im Warp aufzuspüren, Kräfte, die durch die hedonistische, unverantwortliche und kriegerische Natur der Orks erzeugt werden. Die Gefahr besteht, dass die Orks wohl möglich irgendwann mal vom Geschmack des Militarismus und des Blutvergießen übermannt werden, was sie unweigerlich in die Arme Khornes, dem Chaosgott des Massakers und des sinnlosen Schlachtens treiben würde. Khorne lebt teilweise jetzt schon von diesen Aspekten des orkischen Charakters, was man durchaus in seinen Gesichtszügen erkennen kann.
Die meisten Feinde der Orks werden zustimmen, dass es den Orks an den gesellschaftlichen und sozialen Feinheiten anderer Völker mangelt. Für einen Ketzer mag es sogar verständlich sein, dass Orks nicht einen Gedanken daran verschwenden, dass sie mit Schergen der Finsternis Seite an Seite kämpfen, insbesondere wenn sie es irgendjemanden heimzahlen wollen. Orks sind nicht leicht vom Chaos zu beeindrucken. Dagegen hinterlässt ein wütender, alles niedermetzelnder Orkkrieger schon einen gewissen Eindruck bei den zahllosen Manifestationen der Dunklen Götter.
Er kann zwar den Versuchungen des Chaos erliegen, aber er könnte genauso gut seine Seele an irgendein anderes Volk verkaufen. Dies bildet den Kontrast zu den Menschen, die auf übervölkerten Welten leben oder versuchen auf einem unbewohnbaren Planeten eine Zivilisation zu errichten. Sie leiden dabei unter dem Stress des täglichen Überlebenskampfes, fürchten sich vor dem Unbekannten und finden in ihrem Inneren keine vernünftige Erklärungen für all ihr persönliches Unglück.
Orks und der Imperiale Kult
Die Orks haben von dem Imperator der Menschheit gehört. Sie wissen, dass die Menschen ihn als Gottheit verehren und haben Abbildungen auf den Schreinen der von ihnen eroberten Welten gesehen. Orks sehen in ihm den Kriegsgott der Menschen. Der Imperator ist etwas, was die Orks verstehen können, da sie ja selber Kriegsgötter haben. Sie sehen in ihm die kontrollierende Kraft der riesigen Armeen, der großen Raumflotten und ihrer faszinierenden militärischen Technologie. Die erbärmliche Schmächtigkeit und Anfälligkeit seine zahlreichen Diener ändert nichts daran, dass sie ihm große Bewunderung als Kriegsgott entgegenbringen. Außerdem schickt der Imperator ihnen ja hin und wieder seine Space Marines, welche sie durchaus als vernünftige Gegner betrachten.
Der Imperator wird sogar manchmal auf die gleiche Stufe mit Gork und Mork gesetzt, da die Orks als Kriegerrasse dazu gezwungen sind, ihm Respekt entgegen zu bringen. Orks ziehen zwar wütend durch das gesamte Imperium, aber er ist immer noch da. Seit Tausenden von Jahren kommandiert er seine getreuen Gefolgsleute und sendet sie gegen die Orks in den Krieg.
Es gibt sogar Legenden bei den Orks, wo der Imperator als ein großer menschlicher Titan erscheint, um die Kriegsgötter der Orks herauszufordern. Die meisten Orks stellen sich den Imperator jedoch vage als weit entfernte und uralte Kraft vor, die ihr Gefolge mit irrationalen Aufgaben beauftragt, die für die Orks keinen Sinn ergeben. Für die Orks schlägt der Imperator immer - genauso wie sein sterbliches Gefolge - den völlig falschen und viel zu schweren Weg ein.
Der Stress und die Verzweiflung mit der sich die armen Mänsch'nz immer wieder herumplagen müssen, ist eines der Dinge, die die Orks wahrscheinlich niemals an diesem Volk verstehen werden. Es ist nicht verwunderlich dass die Orks das Wort Mänsch’nz (Menschen) als ein Synonym für alle Dinge gebrauchen, die dumm, sinnlos oder unpraktisch sind und oft Witze über den Imperator und seine schwächlichen Anhänger machen.
Die Lebenseinstellung der Orks
Die Orks haben eine gesündere Lebenseinstellung als vielen andere Rassen und kommen viel besser mit den rauen Realitäten des Universums zurecht. Das Geheimnis ihres Erfolges ist einfach, dass sie sich nicht um solch unwichtigen Kleinigkeiten kümmern. Die Orks folgen nur ihrem natürlichen Lebenswandel, für den sie dereinst erschaffen wurden: Wilde Abenteuer, Kriege und ein früher Tod.
Sie versuchen erst gar nicht Einfluss auf ihr Schicksal zu nehmen, nur um dann frustriert festzustellen, dass ihre Pläne sich doch nicht ganz so entwickelten hatten, wie sie sich das einst vorstellten. Orks suchen auch niemals einen Schuldigen - außer vielleicht den ein oder anderen blöd herumstehenden Grot oder möglicherweise einen verhassten Klan, der sowieso nichts mit dem Ganzen zu tun hatte. Sicherlich denken Orks nie über persönliche Schwächen oder ein Hindernis auf ihrem Weg nach vorne nach. Sie werden es höchstens bei nächsten Mal auf einem anderen Weg probieren - meistens weil sie sich eh nicht mehr daran erinnern können, wie sie es beim letzten Mal gemacht haben. So machen die Grünlinge stets große Fortschritte durch einfaches Ausprobieren, solange, bis sie schließlich den Fehler in ihrem Vorgehen gefunden haben. Andere Rassen hingegen verfallen in höchst philosophische Gedankengänge, nur um dann immer wieder an ein und demselben Problem zu scheitern. Manche Völker sind auch schon an solchen Überlegungen stagniert, degeneriert und wurden schließlich von den Orks besiegt.
Ungefähr jeder Ork weiß, dass er eines Tages auf dem Schlachtfeld fallen wird. Fast alle Orks beenden ihr Leben irgendwann auf dem Schlachtfeld. Doch sie wissen, dass ihre Seelen zu den Gork und Mork aufsteigen werden. Sie werden entweder mit ihnen verschmelzen, um so die Gelegenheit zu bekommen, im Jenseits weiterzumosch'n, oder die in Frage kommende Seele wird einfach in einen neuen Körper gesteckt und postwendend zurückgeschickt.
Aus diesem Grund haben Orks auch keine Angst vor den seelenfressenden Göttern des Chaos, vor denen sich die andere Rassen irgendwo verkriechen. Gork und Mork werden schon das Richtige machen. Orks akzeptieren somit ihr Schicksal mit Freuden. Es ist der Wunsch eines jeden kämpfenden Orkkriegers, eins mit dem unsterblichen Geist der Orktums zu werden.

