Gideon Ravenor

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Gideon Ravenor ist ein Inquisitor des Ordo Xenos Helican und Schüler des berühmt-berüchtigten Inquisitors Gregor Eisenhorn.


Inhaltsverzeichnis

Aussehen

Gideon Ravenor als junger Interrogator6

Vor seiner Verwundung in 340.M41 war Ravenor ein gutaussehender Mann von hoher Statur, wenn auch nicht ganz so hoch wie Eisenhorn, stark und wohlgebaut. Er hatte langes schwarzes Haar, welches aus seinem hochwangigen, feinförmigem Gesicht gebunden war. Vor 340.M41 trug er einen grauen Körperanzug und einen Lederumhang.1 K1

Leben

Gideon Ravenor wurde in 304.M41 geboren und nach der Bemerkung seines latenten psychischen Talents durch die Schwarzen Schiffe aufgesammelt. So kam es, dass er 332.M41 ein Diener der Inquisition wurde. Nach seiner Ausbildung in den Reihen der Inquisition wurde er als Interrogator dem schon damals berühmten Inquisitor Gregor Eisenhorn unterstellt.1 K1

Lethe 11 und die Heilige Novenaparade auf Thracian Primaris

In Eisenhorns Team war er mit Arianrhod Esw Sweydyr, einer Schwertmeisterin von Carthae, in einer Beziehung1 K1 und wurde durch deren Ermordung durch einen Haemonculus auf Lethe 11 in 338.M41 im Rahmen der Festnahme von Beldame Sadia schwer getroffen.1 K2

Danach war Ravenor 339.M41 gemeinsam mit Eisenhorn auf der Heiligen Novenaparade auf Thracian Primaris,1 K5 einem Triumph anlässlich der erfolgreichen Rückeroberung des Ophidia Subsektors. Durch das Einwirken Cherubaels sollte dieses Ereignis jedoch als die berüchtigte Thracian Atrocity in die Geschichte eingehen, bei welcher Hunderttausende imperialer Bürger ihr Leben ließen. Unter den Opfern war auch Ravenor, dessen gesamter Körper durch die Explosion eines Lightning auf das Schwerste verbrannt wurde, weshalb Ravenor von da an auf lebenserhaltende Systeme angewiesen war.1 K8 Im Anschluss an seine lebensgefährliche Verwundung wurde Ravenors Körper in einen mit einem Psibolter und einem Voxsponder ausgestatteten Force Chair (Heyne-Übersetzung: Antigrav-Stuhl) eingebettet.2 K15 Da sein Geist jedoch weitgehend unbeschadet geblieben war, konnte er seinen inquisitorischen Aufgaben auch weiterhin nachgehen und stieg mit der Unterstützung seines ehemaligen Mentors Eisenhorn 346.M41 zum Inquisitor auf.5 K1

Ravenor und die Eisenhorn-Verschwörung

Auch wenn er durch seine Verletzungen an sein Bett gefesselt war, hinderte dies Ravenor nicht, Eisenhorn bei seiner Suche nach Quixos von Thracian Primaris aus zu helfen. So war es Ravenor, der herausfand, dass sich Quixos auf Farness Beta befinden müsste, indem er einen Zusammenhang zwischen Quixos' Faszination für die Pylone von Cadia und einem mysteriösen Auftrag an die Maurer-Gilden von Serebos fand. Diese hatten im Dienste eines unbekannten Auftragsgeber eine exakte Replik eines cadianischen Pylons aus Serebit, einem Material ähnlich demjenigen der Pylone selbst, angefertigt und nach Farness Beta transportieren lassen. Außerdem versorgte er Eisenhorn mit Bannspruch-Rollen und Amuletten zur Abwehr der Besessenen, die Quixos zu Dienste waren.1 K21 Ravenors Fund ermöglichte es dann Eisenhorn und seinen Verbündeten schließlich direkt gegen Quixos vorzugehen und ihn schlussendlich zu vernichten.1 K23

Ravenor als Inquisitor

Mit der Unterstützung von Eisenhorn gelang es Ravenor 346.M41 in den Rang eines Inquisitors des Ordo Xenos aufzusteigen.1 K16 Bei seinen vielfältigen Studien kam es vermutlich auch zu den ersten Kontakten mit den Eldar, einer hochentwickelten Xenos-Kultur, die Ravenors höchstes Interesse genießt, insbesondere wegen ihrer einzigartigen Fähigkeiten im Bereich der Zukunftsvorhersage.2 K16

In dieser Zeit erledigte er viele Fälle und Einsätze, insbesondere die Gomek Violation und die Cervan-Holman-Affair auf Sarum.2 K16

Die Glaw-Affair

Durch eine Vision eines Eldar-Runenpropheten vor den Machenschaften Pontius Glaws gewarnt, eilte er nach Thracian Primaris, um die Vernichtung des Distaff zu verhindern, konnte aber lediglich den Kopfgeldjäger Harlon Nayl, die Agentin Kara Swole und die bewusstlose Pariah Alizebeth Bequin retten.2 K16 Erneut mit Eisenhorn unterwegs, gelang es ihm in 386.M41 auf Ghiil bzw. 5123X Pontius Glaws Bestreben, Kontrolle über das übermächtige Schlachtschiff des dort begrabenen Dämonenkönigs Yssarile zu erlangen, zu vereiteln.2 K19 Nach Eisenhorns Verschwinden nahm er Nayl und Swole in sein Team auf.2 K19

Irgendwann in dieser Zeit schrieb Ravenor diverse Essays und Bücher, die schnell zu Standardwerken innerhalb der Inquisition wurden und ihn einer breiten Nachwelt bekannt machten.2 K16

Die Verschwörung im Angelus-Subsektor

Untersuchung auf Petropolis, Reise ins Lucky Space und die Falle von Bonner's Reach

Später vereitelte Ravenor eine den gesamten Angelus-Subsektor betreffende Verschwörung, in deren Rahmen das imperiale MinisteriumHeyne-Begriff? für Handel im Subsektor auf Eustis Majoris Schmuggler finanzierte, um aus den warpverseuchten und durch die imperiale Flotte blockierten Welten des angrenzenden Vincies-Subsektors logikfähige Maschinen zu bergen, insbesondere von der ehemaligen Makropolwelt und Hauptwelt der Vincies, Spica Maximal. Es war dann auch auf dieser Welt, wo das Schmugglerkartell die süchtig machenden Flects fand und mit diesen einen weitreichenden Drogenhandel im gesamten Subsektor aufbaute; um ihre Interessen zu schützen, tolerierte die imperiale Regierung den Handel stillschweigend.3 T3K6 Ursprünglich auf die Unterbindung des Flect-Handels abzielend, deckte Ravenor die gesamte Tragweite der Verschwörung auf, nachdem er auf Bonner’s Reach im Lucky Space nur knapp einer raffinierten Falle des Kartells entkommen war.3 T3K5

Rückkehr nach Eustis Majoris und Verhinderung der Aktivierung von Enuncia

Danach reiste Ravenor unerkannt auf der Arethusa, dem Schiff von Schiffsmeister Sholto Unwerth zurück nach Eustis Majoris, um die Verschwörung aufzudecken. Dabei arbeitete er unter dem Status Special Condition, welcher eine Abkapselung des betroffenen Inquisitors von jeglichen offiziellen Behörden des Imperiums vorsieht, auch der Inquisition.4 Gegenwart

Auf Eustis Majoris gelang es Ravenor schließlich den Grund für den Import der Chaos-verseuchten Logik-Maschinen von Spica Maxima herauszufinden: der Lord Governor von Eustis Majoris, Oska Ludolf Barazan, der kein Geringerer als der totgeglaubte Häretiker Zygmunt Molotch war, und sein Untergebener Jader Trice, Erster Kanzler des Ministry of Subsector Trade (Heyne-Übersetzung: Imperiales Ministerium für Handel), wollten das antike Lexikon Enuncia rekonstruieren, mit dem es möglich sein sollte, die Realität selber durch eine magische Sprache zu verändern.4 T3K3 Um das Lexikon zu aktivieren, wollten die Ketzer die vom verrückt-genialen Architekten Theodor Cadizky entworfene Makropole und Hauptstadt von Eustis Majoris, Petropolis als gigantisches spirituelles Resonanzbecken nutzen, indem sie die Menschenmassen von Petropolis zu einem gegebenen Zeitpunkt in die imperialen Kirchen und Kathedralen schicken würden.4 T3K5 Letztlich gelang es Ravenor und seinem Gefolge, vor allem aber dem vom Warp-Dämon Slyte besessenen Carl Thonius, Molotch und Jader Trice aufzuhalten und die Aktivierung von Enuncia zu verhindern.4 T3K9 Im Chaos der Sakristei des Großen Tempels von Petropolis konnte Molotch allerdings mit der Hilfe des Gelehrten und Experten für arkane Angelegenheiten, Orfeo Culzean, und seiner Leibwächterin Leyla Slade entkommen.4 T3K10

Jagd auf Molotch und Vernichtung des Dämons Slyte

Nach Molotchs Flucht verfolgte ihn Ravenor bis nach Tancred, wo er jedoch durch die durch Inquisitor Myzard vorgetragenen Bitten der Inquisition aufgehalten wurde, seine Jagd aufzugeben und sich um die Verwaltungsangelegenheiten, die mit dem Massenmord an Tausenden bei der versuchten Aktivierung von Enuncia auf Eustis Majoris verbunden waren, zu kümmern und nach Petropolis zurückzukehren.5 T1K3

Da Ravenor jedoch der Inquisition nicht zutraute, mit Molotch fertigzuwerden, widersetzte er sich den Anweisungen der Inquisition und verfolgte Molotch weiterhin. Weil Ravenor allerdings nicht genau wusste, wo Molotch und Culzean waren, versuchte er die prophetischen Weisen von Utochre zu befragen und geriet in eine Falle von Molotch. Dieser stellte ihm das Ultimatum gemeinsam mit ihm den Dämon Slyte zu stoppen oder zu sterben.5 T2K14 Ravenor lehnte das Angebot Molotchs ab, woraufhin er auf einen Planeten in der Zukunft gebracht wurde, der mit Tyraniden verseucht war.5 T2K15 Schließlich gelang es Ravenor durch die unerkannte Intervention von Carl Thonius/Slyte, die Tür zu öffnen und zurück auf die Unterwasserstation der Weisen von Utochre zu gelangen. Da jedoch immer ein Mitglied von seinem Team, Angharad Esw Sweydyr, in der Alternativdimension gefangen waren, kehrte er durch das Dimensionstor, eine Holztür, zurück und rettete sie.5 T3K3

Leider war die Unterwasserstation bei dem Ausbruch der Tyraniden so stark beschädigt worden, dass den zurückgebliebenen Ravenor, Angharad, Nayl und dem Mädchen Iosob, das ihnen als Führerin durch die Dimensionen gedient hatte, nichts anderes übrig blieb als durch die Dimensionstür zurückzukehren, da sie ansonsten zusammen mit der Station durch den Tiefendruck des Ozeans vernichtet werden würden.5 T3K4 Dies taten sie dann auch und gelangten durch verschiedene Umwege und die zunehmende Fähigkeit des verletzten Ravenor, die Tür zu kontrollieren, zurück in ihre eigene Zeit auf die Hinterlight, Ravenors erstes Raumschiff.5 T3 K7,9 Dort erkannte Ravenor, dass nicht - wie zuvor angenommen - der passive und reflektive Psioniker Zael Efferneti der Wirt des Dämons Slyte war, sondern in Wirklichkeit Carl Thonius.5 T4K3

Carl Thonius hatte zu diesem Zeitpunkt zusammen mit einem Teil der Gruppe beschlossen, Molotch, der sich auf Gudrun aufhielt, zur Strecke zu bringen.5 T4K4 Bei diesem Unterfangen wurde Thonius jedoch von Culzean gefangen genommen und in dessen Kerker gesperrt.5 T4K6 Nicht länger fähig, den Dämon zurückzuhalten, verwandelte sich Thonius in Slyte.5 T4K8 In der Zwischenzeit war Ravenor ebenfalls nach Gudrun gereist, wo er sich mit Molotch verbündete, um Slyte aufzuhalten.5 T4K10 Schließlich gelang es den beiden mit vereinten Kräften, Slyte mithilfe der Dimensionstür zurück in den Warp zu bannen.5 T4K16 Hiernach brachte Ravenor schließlich den erschöpften Molotch ohne Gegenwehr zur Strecke und löschte dessen Geist psionisch aus.5 Epilog

Fähigkeiten

Ravenor war vor seiner Verwundung auf Thracia Primaris in 339.M41 ein Mann mit guten Kampffähigkeiten.1 K1 Seine Hauptwaffe sollten jedoch seine ständig mächtiger werdenden Psi-Fähigkeiten werden, ebenso wie sein messerscharfer Intellekt.2 K16 Ursprünglich ein Psioniker des oberen Delta-Levels verfeinerte er seine Fähigkeiten bis hin zum unteren Gamma-Level.3 T1K3 In Kombination mit den Psi-Verstärkern, die in seinem Stuhl eingebaut waren, konnte er wahrhaft mächtige Psi-Taktiken anwenden, beispielsweise die Kontrolle und Manipulation von Individuen aus dem Orbit heraus, die Tarnung seines Schiffes vor menschlichen Standardsensoren und verschiedene telekinetische Angriffe, auch gegen mehrere Ziele gleichzeitig.

Gefolge:

Desweiteren unterhielt Ravenor zumindest zeitweilig Kontakt zu Eldar, wobei er dies seinem Ordo gegenüber geheim hielt.

Literarische Werke Ravenors

Quellen: