Geschichte der Inquisition
Dieser Artikel behandelt die Geschichte der Inquisition von ihrer Gründung bis zur Gegenwart.
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Ursprung
Die Urzelle der Inquisition schaffte noch während des Großen Bruderkrieges Malcador der Sigilit, auf Befehl des Imperators. Vier Individuen, von denen nur zwei mit Namen bekannt sind, wurden von Malcador ausgesucht und dem Imperator präsentiert, noch während der imperiale Palast belagert wurde, um in Zukunft gegen die Bedrohungen für das Imperium zu kämpfen. Auch die ersten Mitglieder der Grey Knights scheinen schon damals von Malcador ausgesucht worden zu sein.3, 4
Nach der Einbettung des Imperators in den Goldenen Thron versammelten sich diese vier Individuen, die dem Imperator treu ergeben waren und bei der Errichtung des Imperiums geholfen hatten, um über die Zukunft zu beraten. Sie teilten sich in zwei Lager, von denen das eine, das von Promeus und Moriana vertreten wurde, die Meinung vertrat, daß das geschwächte Imperium auf die persönliche Führung des Imperators angewiesen sei. Moriana und Promeus waren der Ansicht, der Imperator müsse unbedingt wieder ins bewußte Leben zurückgeholt werden, um persönlich über das Imperium zu herrschen und die Menschheit anzuführen. Ihre Gegner behaupteten, daß der Imperator auf eine höhere Daseinsebene aufgestiegen sei und daß es folglich Wahnsinn wäre, den natürlichen Gang der Dinge beeinflussen zu wollen. Obendrein drohe bei einer Wiederauferstehung des Imperators die Gefahr eines erneuten Bürgerkrieges.1, 2
Die beiden Resurrektionisten Promeus und Moriana verließen Terra, um einen Weg zu finden, den Imperator ins Leben zurückzurufen. Ihre Gegner hingegen festigten ihre Position. Sie begannen umgehend damit, gleichgesinnte Individuen unter den Adepten und Kriegern Terras zu rekrutieren. Mithilfe der Primarchen, denen sie als loyale Diener des Imperators bekannt waren, bauten sie langsam eine Organisation auf und besaßen schon ein Jahr nach Einbettung des Imperators in den Goldenen Thron einen Sitz im Senat.1, 2
Die Bewältigung dieser großen Aufgabe dauerte bis zum 32. Jahrtausend an. Dieser Zeitpunkt, den die beiden unbekannten Personen nicht mehr erlebten, kann als eigentliche Gründung der Inquisition angesehen werden.1
Während dieser Zeit sammelten Moriana und Promeus eigene Gefolgsleute um sich, insbesondere aus den Kulten, die sich zur Verehrung des Imperators als Gott gebildet hatten. An einem unbekannten Zeitpunkt spaltete sich die Fraktion. Moriana war dazu bereit, alles einzusetzen, um ihr Ziel zu erreichen, während Promeus damit nicht einverstanden war. Er fürchtete, daß Moriana fürchterliche Kräfte des Chaos entfesseln würde, und sammelte eine kleine Armee, um sie zu bekämpfen. Nach mehreren Gefechten zwischen den beiden Fraktionen war Promeus siegreich und Moriana verschwand, vermutlich in den Wirbel des Chaos.1
Mehrere Jahrhunderte nach dem verhängnisvollen Konklave am Goldenen Thron trafen die Kräfte der Inquisition auf die Promeaner. In der Inquisition hatten sich schon mehrer Fraktionen gebildet und das Ziel der Verhinderung der Wiedererweckung des Imperators war in den Hintergrund getreten. Grund der Begegnung mit den Promeanern war der Kampf gegen eine Chaos-Bedrohung. Im Anschluß daran wurden die Promeaner als Resurrektionisten Teil der Inquisition.1
Der Horusianismus
Die Promeaner setzten ihre Queste noch für fast ein Jahrtausend fort, und die Aufzeichnungen ihrer Forschungen füllten Bibliotheken, die im Umfang den größten des Imperiums nahekamen. Im 33. Jahrtausend zählte die Inquisition mehrere tausend Inquisitoren und hunderttausende weitere Agenten, doch eine Organisation ließ sich noch nicht erkennen, folgte doch jeder Inquisitor noch mehr oder minder seinen eigenen Zielen. Aus diesem Grund gewann eine neue Philosophie unter den Promeanern Boden.1
Morianas Erbe machte sich bemerkbar, als einige Inquisitoren der ehemaligen Promeaner begannen, sich mit Texten über Horus und seine Besessenheit durch das Chaos zu beschäftigen. Diese Texte galten bei vielen Inquisitoren als unheilig, begannen aber wieder unter den Resurrektionisten zu zirkulieren. Die als Horusianer bezeichneten Inquisitoren setzten unwissentlich die Arbeit Morianas fort, einen Weg zu finden, die psionische Präsenz des Imperators mithilfe der Mächte des Chaos wieder in einen sterbliche Hülle zurückzubringen.1
Die wenigen, die an den alten Grundsätzen Promeus' festhielten oder sogar seine ersten Lehren gelesen hatten, waren geschockt, als sie auf dieses Treiben aufmerksam wurden. Sie entdeckten, daß zweifellos das Wirken von Moriana hinter dem häretischen Treiben der Horusianer stand. Zwar stemmten sich die wenigen Promeaner gegen die aufkommenden Horusianer, doch waren sie zu machtlos, und am Ende des 34. Jahrtausends waren die Horusianer eine mächtige Fraktion innerhalb der Inquisition geworden.1
Eine Inquisitorin namens Stalia von Dressen, die eine Zweitabschrift des Buchs des Promeus besaß, machte es sich daraufhin zur Aufgabe, die Horusianer zu bekämpfen. Sie reiste quer durch das Imperium, um andere Inquisitoren, vor allem ältere und erfahrene, zu rekrutieren und anti-horusianische Zellen auf den Planeten zu gründen, die sie besuchte. Als bereits in hohen inquisitorialen Kreisen respektierte Frau arbeitete sie 20 Jahre lang auf Terra selbst mit Großinquisitor Ardlan Baigdan daran, die Texte von Promeus zu untersuchen. Dabei entdeckten sie einige der Texte der Gründer der Inquisition, die von dem ursprünglichen Schisma zwischen der Inquisition und den Promeanern berichteten. Als sie ihre Naivität erkannte, ihr Leben lang den irrsinnigen promeanischen Idealen gefolgt zu sein, initiierte sie ein Pogrom aus pro-resurrektionistischen Inquisitoren, welche bald die Horusianer nahezu verdrängt hatten.1
Zu Beginn des 35. Jahrtausends schließlich hatte sich die Inquisition vollkommen neu orientiert und der Resurrektionismus war wieder in den Hintergrund getreten.1
Die Herrschaft des Blutes
Nach einer eine Ära der Stabilität von mehreren hundert Jahren tauchte eine neue Bedrohung für das Imperium auf. Neue Alien-Rassen waren am östlichen Rand der Galaxis entdeckt worden, und die Inquisition richtete ihre Aufmerksamkeit auf sie. So kam es, daß die Inquisition, als sie am meisten gebraucht wurde, nicht zur Stelle war.1
Als Goge Vandire die Macht ergriff, zerriss sich die Inquisition fast, so uneins waren sie über ihr Vorgehen. Mit der Zeit etablierte sich eine neue Fraktion, die Incarnationisten. Diese Gruppierung war zwar klein, zählte jedoch einige einflussreiche Großinquisitoren und viele ambitionierte, dynamische Junginquisitoren zu ihren Anhängern, welche auf Dimmamar und Sebastian Thor aufmerksam wurden.
Es gab verschiedene Gründe, weshalb die Inquisition Thor heimlich unterstütze, bis Vandire gestürzt war. Am deutlichsten waren die Motive der sich neu bildenden Thorianer, die einen geeigneten Körper suchten, welcher den Imperator aufnehmen konnte, und ihr erstes Ziel war logischerweise Thor selbst.
Als Reaktion auf die Herrschaft des Blutes wurde der Ordo Haereticus gegründet, welcher ab sofort die Mitglieder des Ministorums streng überwachte, und auch allgemein gegen jede Art von Häresie der Hexe, des Abweichlers und des Mutanten vorging.
Weitere Informationen zur Herrschaft des Blutes enthält der Artikel Zeitalter der Apostasie.