Garviel Loken

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Garviel Loken war vor dem Großen Bruderkrieg der Captain der 10. Kompanie der Lunar Wolves bzw. Sons of Horus und Mitglied im Mournival. Er pflegte eine enge Freundschaft mit Nero Vipus, einem seiner Sergeants.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nach dem Tod von Hastur Sejanus wurde Loken als viertes Mitglied des Mournival, dem Beraterstab von Horus, berufen. Nach seiner Berufung entwickelte er eine Freundschaft zum Iterator Kyril Sindermann, der ihm mit Rat und Tat zur Seite stand.1

63-19

Auf 63-19 führte Captain Loken seine Kompanie in den Kampf gegen die Invisibles, die Palastwache des planetaren Herrschers. Loken fand heraus, dass man Tarnfelder der Invisibles durch eine Kontrastveränderung der Visoreinheit umgehen konnte. Durch die Unterstüzung von Locasta war es ihm dann auch möglich zum "Imperator" vorzudringen. So wurde er Zeuge wie der, sich dorthin teleportierende, Horus den falschen Imperator erschoss. Daraus entstand eine bei seinen Brüdern sehr beliebte Geschichte mit dem Titel: "I was there when Horus killed the Emperor" (zu Deutsch: "Ich war dabei als Horus den Imperator tötete"). Loken war allerdings der Ansicht, dass Tarik Torgaddon diese Geschichte wesentlich besser erzählen konnte.
Im weiteren Verlauf der Kämpfe wurde Captain Loken und seine 10. Kompanie mit dem Auftrag ausgesandt, eines der letzten Widerstandsnester in einer unzugänglichen Bergregion, den Whisperheads, zu säubern. Der Imperiale Garde - genauer den Byzant Janizars - war es nach sechswöchigem Kampf immer noch nicht gelungen diese durchtunnelte Befestigungsanlage einzunehmen, worauf sie die Hilfe der Marines anforderten. Bereits im Anflug hörten die Männer der 10. Kompanie über ihre Funksysteme eine Stimme, die sich selbst als Samus bezeichnete. Dieser Vorfall wurde als feindliche Propaganda abgetan. Angeführt durch den Terminatortrupp gelang es die Verteidiger nach knapp einer Stunde zu überwältigen, ohne das ein Marine verletzt oder getötet wurde. Während der anschließenden Durchsuchung der Tunnelsysteme brach der Funkkontakt zu Sergeant Xavyer Jubal und seinem Trupp Hellebore ab. Loken und die Männer des Trupps Brakespur machten sich auf der Suche nach ihren Brüdern. Geführt durch den Lokalisator, den jeder Marine in seiner Servorüstung trägt, fand man Jubal alleine in einer Höhle. Als er zu behaupten begann, er sei Samus, wurde klar das irgendwas nicht stimmte. Auf Befehl Lokens hin versuchte Brakespur's Sergeant Udon sich Jubal zu nähern, der ihn ohne Vorwarnung erschoss. Udon zu Hilfe eilend starben sieben weiteren Mitglieder des Trupps, entweder durch Jubals Bolter oder im Zweikampf mit ihm. Nachdem Loken Jubal scheinbar getöet hatte ließ er Kyril Sindermann und seine Offiziere rufen, von denen er sich rat erhoffte. Sindermann dachte an eine Seuche. Bis sich Xavyer Jubal von den Ketten, die seinen scheinbar toten Körper fesselten, befreite und ihn angriff.1. Während des Kampfes begann sich Jubal physisch zu verändern, es sah so aus als würde sein Körper aus der Servorüstung heraus quellen. Nur Captain Loken, sein Stellvertreter Nero Vipus, Kyril Sindermann sowie die Memoratorin Euphrati Keeler überlebten diese Begegnung. Ihnen wurde befohlen darüber zu schweigen. Durch seinen Primarchen erfuhr Loken dann, dass Jubal anscheinend unter dem Einfluss des Warp gestanden hätte1.

140-20

Die gesamte 10. Kompanie nahm an der Vergeltungsaktion gegen die Megarachnids teil. Als sich die Kompanie in einer Kampfpause an Bord der Vengeful Spirit aufhielt, traf das Interex im Orbit um 140-20 ein. In Folge dessen wurde die Kampfhandlungen auf dem Planeten eingestellt.1.

Interex-Konflikt

Als Mitglied des Mournival war Loken dann auch Teil der Gesandschaft die Horus auf den Interex-Planeten Xenobia begleitete. In einem Gespräch mit dem Interex-Wachoffizier Mithras Tull hörte Loken dann zum ersten Mal den Begriff: "Chaos". Die Interex hatten befürchtet, dass das Imperium vom Chaos befleckt wäre, aber Lokens Unwissenheit bewies das Gegenteil. Allerdings stahl genau in dieser Nacht Erebus ein Anathame und es wurde Alarm gegeben. In blinder Wut vor Enttäuschung stürmten die Interex sofort in den Kampf und die Imperialen mussten sich unter Feuer vom Planeten zurückziehen.1.

Davin

Aufgestachelt durch Erebus griffen die, mittlerweile in Sons of Horus umbenannten Marines, den rebellierenden Imperial Commander Eugan Temba von Davin an. Auf einem Mond Davin's wurde das Flaggschiff der zurückgelassenen Abordnung der Imperialen Garde, die Glory of Terra entdeckt. Angeführt von Horus persönlich landeten die Streitkräfte, darunter auch die 10. Kompanie, auf der Oberfläche. Die Imperialen wurden von Streitkräften Nurgles angegriffen, erreichten aber letztlich die Glory of Terra und drangen ein. Dort wurde Horus von seinen Leuten getrennt. Es kam zu einem Zweikampf zwischen Horus und Temba in dem der Primarch schwer verletzt wurde. Nach dem Kampf gegen Temba und der Bergung des verwundeten Primarchen, kehrten Loken und Tarik Torgaddon, der Captain der 2. Kompanie, zurück um die Waffe zufinden welche für die Horus' Verletzungen verantwortlich war. Als Loken und Torgaddon das Anathame gefunden hatten, war Loken sofort davon überzeugt das Erebus, der Ordenspriester der Word Bearers, für diese Situation verantwortlich war. Während Loken und Torgaddon auf dem Mond waren, beschloß die Führungsregie der Lunar Wolves ihren schwer verwundeten Primarchen ins Delphos, eine okkulte Stätte auf Davin, zu bringen. Mit dem Entschluss, entstand ein Bruch innerhalb der Legion und es bildeten sich zwei Lager. Die Heilung von Horus löste scheinbar diesen Konflikt wieder, allerdings nahm er das Mournival nicht mehr in Anspruch. 2

Aureus

Während der Kämpfe gegen die Auretian Technocracy blieb immer noch das Problem, dass die Sons of Horus bei Davin, während des Transports des verwundeten Horus, versehentlich Leute zu Tode getrampelt hatten. Lord Commander Hektor Varvarus forderte, dass die Astartes dafür irgendwie zur Rechenschaft gezogen werden müssten, was diese rundheraus ablehnten. In der Kriegerbund wurde deswegen eine Intrige vorbereitet, Loken durch Meineide das Massaker in die Schuhe zu schieben. Bevor es dazu kam, stieß aber Horus zum Kriegerbund und löste das Problem mit einem Attentat auf Varvarus. 2

Mit ihren Kompanien deckten Loken und Torgaddon den finalen Sturmangriff der World Eaters auf die Iron Citadel. Alle World Eaters wurden beim Sturm durch eine Minenexplosion verschüttet, was die Sons of Horus zu einem Sturmangriff anstachelte. Nach einem kurzen Gefecht ergaben sich alle Verteidiger. Gerade als die Kapitulationsbedingungen ausgehandelt werden sollten, gelang es Angron, dem Primarch der World Eaters und einzigen Überlebenden der Explosion, sich aus dem Schutt zu befreien. In einer Mischung aus Wut über den Tod seiner Männer und der ihm eigenen Kampfeslust, fiel er über die sich ergebenden Soldaten der Auretian Technocracy her. Dies zwang auch die Space Marines zum Angriff und die restlichen Verteidiger wurden in einem Blutbad niedergemacht. Während des Gefechts kam auch Hektor Varvarus, der Kommandant der Janizars, durch ein Boltergeschoss ums Leben. Durch eine Obduktion wurde festgestellt, dass das Geschoss aus einer Waffe eines Space Marines abgefeuert worden war, aus welcher Waffe konnte nicht mehr festgestellt werden. Loken stellte die Vermutung auf, dass Varvarus absichtlich beseitigt worden sei. 2

Während der folgenden Monate gelang es Loken nicht, die Angelegenheit aufzuklären, aber er und seine Freunde konnten Hinweise zusammentragen, dass etwas faul war. 3

Einer Idee Kyril Sindermanns folgend, fand Loken schließlich den geheimen Chaos-Tempel in der Vengeful Spirit. Dort fand er das Book of Lorgar und wurde von Visionen eines korrumpierten Horus und einer schwarzen Legion heimgesucht. Nur mit Mühe konnte er sie überwinden und das Buch wieder schließen. Erebus war also mit den Mächten des Warp im Bunde, was bedeutet, dass gleiches für den Kriegerbund galt. Loken versuchte Ezekyle Abaddon in einem privaten Gespräch zu warnen, und von ihm Antworten zu erhalten, aber Abaddon blockte ab. Abaddon erklärte, wenn sie alle so wie Loken auf ihren Prinzipien beharren würden, wäre Horus auf Davin gestorben. Letztendlich wäre alles zum Wohle des Imperiums, aber Loken würde von ihm keine Antworten erhalten: Er hätte sich von Anfang an gegen sie gestellt. Abaddon beendete das Gespräch mit dem Hinweis, nach der Schlacht von Istvaan III wäre keine Geheimhaltung mehr nötig, und wenn Loken gegen sie kämpfen wolle, würde er sterben. 3 K6

Istvaan III

Unter dem Vorwand die Rebellion des Imperial Commanders Vardus Praal auf Istvaan III zu beenden, wurde etwa ein Drittel der Sons of Horus in die planetare Hauptstadt des Planeten geschickt. Diese Truppen bestanden nur aus imperialen Loyalisten und unter ihnen waren auch Loken und Torgaddon. Das eigentliche Ziel des Kriegsherrn bestand darin, seine Legion von den imperiumstreuen Elementen zu säubern. 3

Anstatt wie angekündigt Verstärkungen zu schicken, bombardierte die Flotte den Planeten mit Virusbomben. Die loyalen Space Marines wurden aber rechtzeitig von Saul Tarvitz von den Emperor's Children gewarnt und konnten daher in den Bunkeranlagen der Stadt Deckung finden. Angron griff aber mit seinen World Eaters an, als er sah, dass es Überlebende gab, und es entbrannte ein Straßenkampf in der völlig zerstörten Stadt. So begann die Schlacht von Istvaan III. 3

Um sich von dem Verrat seiner Brüder abzusetzen, benannte Loken seine Marines von Sons of Horus wieder in Lunar Wolves um und begann mit Saul Tarvitz die Verteidigung der Loyalisten auf Istvaan III zu organisieren.3
Von Horus in eine Falle gelockt, machte sich Loken zusammen mit Tarik Torgaddon auf, um seine ehemaligen Mournival-Brüder Abaddon und Aximand zu finden und zur Strecke zu bringen. Auf ihrem Weg zum vermuteten Landeplatz, begegneten Loken und Torgaddon Captain Khârn von den World Eaters, der sich im Blutrausch auf Loken stürzte. Loken konnte das Duell beenden, indem er Khârn gegen die Räumschafel eines vorbeifahrenden Sons of Horus-Land Raiders stieß. Kharn wurde von den Zacken aufgespießt und davongeschleift. 3 K16

In den Ruinen einer Kathedrale traf das Mournival wieder aufeinander. Während sich Loken mit Abaddon duellierte, forderte Torgaddon Aximand zum Zweikampf heraus. Gegen Abaddons Terminatorrüstung hatte Garviel Loken nur sehr geringe Chancen. Er kämpfte ein Rückzugsgefecht und konnte über dem Terminator eine Wand einstürzen lassen. Kurz darauf wurde Loken Zeuge wie Tarik Torgaddon von Horus Aximand enthauptet wurde. Wütend über den Tod seines Freundes griff er den sich befreienden Abaddon an, erhielt aber von ihm eine Faustschlag mit einer Energiefaust vor die Brust und ging mit inneren Verletzungen und Knochenbrüchen zu Boden. Abaddon nahm sich Aximands Schwert und wollte damit Loken töten, als die Kathedrale durch den vorbeimarschierenden Imperator Titanen Dies Irae einstürzte. Abaddon konnte sich und Aximand befreien, aber Loken blieb verschwunden. Er starb offenbar im anschließenden orbitalen Bombardement. 3 K17

Cerberus

Einige Jahre später traf Nathaniel Garro auf Istvaan III ein, um den letzten Astartes zu finden, den Malcador ihm zu finden aufgetragen hatte. Loken bekämpfte die Gruppe um Garro unter dem Namen Cerberus, dem Höllenhund, dem der Tod verwehrt blieb, unter der Annahme, die Ankömmlinge wären Verräter. Letzten Endes gelang es Garro, Loken wieder zu Sinnen zu bringen, und rekrutierte ihn.4

Ihre Reise führte sie anschließend nach Terra.4

Quellen

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