Space Marines

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Die Elitesoldaten des Adeptus Astartes, die Space Marines genannt werden, sind die mächtigsten Krieger des Imperiums der Menschheit, ausgewählte, genmodifizierte, extrem hart trainierte Menschen mit einer übermenschlichen physischen und psychischen Leistungsfähigkeit und der besten verfügbaren Ausrüstung. Ihr bekanntester Beiname ist Engel des Todes.19

Ein Space Marine der Crimson Fists

Inhaltsverzeichnis

Astartes

Die Gesamtheit der Space Marine Legionen wurde im Großen Kreuzzug als das Astartes bezeichnet.24

Nach dem Großen Bruderkrieg und der Einbindung in das neue Imperium unter dem Adeptus Terra wurde der Name in Adeptus Astartes geändert und bezeichnet seit dem die Gesamtheit der Orden.

Mitunter wurden und werden auch die Space Marines selbst als Astartes bezeichnet.

Beschreibung

Gensaat

Die Züchtung jedes Space Marines beginnt mit einer Gensaat-Probe. Fast alle Gensaaten gehen auf einen der loyalen Orden (s.u.) zurück. Die Gensaat bildet die Grundlage für die Erschaffung der Space Marine Implantate, die den Space Marines ihre übermenschlichen Fähigkeiten verleihen.

In jedem Space Marine wachsen in den Progenoiddrüsen zwei Kopien der Gensaat heran.

Auswahl und Ausbildung

Die Kandidaten für zukünftige Space Marines werden handverlesen und hart trainiert (teilweise unter realen Kampfbedingungen). Nach und nach werden ihnen die Space Marine Implantate eingepflanzt, wodurch sie langsam vom Aspiranten zum Neophyten und schließlich vollwertigen Space Marine aufsteigen. Die Einzelheiten in der Auswahl und der Rekrutierung zukünftiger Space Marines unterscheiden sich dabei von Orden zu Orden.

Die Space Marine Implantate sind im Prinzip 19 verschiedene genetisch verbesserte Organe, welche die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers erhöhen und die Physiognomie verändern. Da die Eingriffe überaus komplex sind und viele nur im Zusammenspiel mit anderen Implantaten und Stimulanzien ordnungsgemäß funktionieren, bedarf es fortwährender Überwachung und medizinischer Betreuung eines werdenden Space Marines.

Wegen der komplexen chemischen und hormonellen Behandlung ergibt sich daraus auch eine Altersgrenze für den Einsatz der ersten Implantate, die vor der Pubertät eines männlichen Menschen liegt. Nur Männer verfügen über die körperlichen Voraussetzungen (Chromosomen, Hormone etc.), die den Wandlungsprozess erlauben. Allerdings ist keineswegs sichergestellt, dass die Wandlung immer erfolgreich verläuft. Ein gewisser Prozentsatz der Neophyten weist in den 4-6 Jahren, in denen die Organe implantiert werden und die der Prozess benötigt, unnatürliche Mutationen auf oder stirbt sogar an den körperlichen Veränderungen.

Allgemeines

Nach seiner Umwandlung, ist ein Space Marine wegen des Riesenwuchses etwa anderthalb mal so groß wie ein Mensch.
Auch ohne ihre Rüstung sind sie leicht zu identifizieren, wenn man weiß, worauf man achten muss: Da ist zum einen ihre Körpergröße und extreme Muskulatur, dann führt der unter die Haut implantierte Carapax zu einer charakteristisch geformten Brust und außerdem sind da noch die Buchsen für die Anschlüsse ihrer Rüstung. 26

Ein durchschnittlicher Space Marine trägt im Kampf eine Servorüstung und ist mit einem Bolter-Gewehr bewaffnet. Außerdem führt er einen langen Dolch und mehrere Granaten bzw. Sprengladungen mit sich. Zu Zeiten des Großen Kreuzzugs war es nicht ungewöhnlich, noch eine Nahkampfwaffe, wie ein Kettenschwert, mitzuführen, auch wenn man nicht gleichzeitig mit Gewehr und Schwert kämpfen kann.24
Es gibt nicht nur die Standard-Servorüstung, sondern auch Sprungmodule als Erweiterung, sowie die schwere Terminatorrüstung und den Cybot. Für alle diese Rüstungen gibt es eine große Bandbreite an Ausrüstung und Waffen, aus denen die Space Marines wählen können. (siehe auch: Streitkräfte)

Unter ihrer Rüstung tragen die Space Marines einen hautengen Ganzkörperanzug aus spezieller Kunstfaser. Im Nahkampftraining tragen sie bequeme Hosen und kurzärmelige Hemden. Für formellere Anlässe gibt es Roben und Kutten. Space Marines besitzen praktisch keine Privat-Gegenstände. Die meisten besitzen nur Eid-Pergamente und kleine Souvenirs vergangener Schlachten. 24

Seit dem Großen Bruderkrieg werden die Space Marines durch ein detailliertes Regelwerk, den Codex Astartes, reglementiert. Der Codex Astartes gibt Vorgaben für Organisations-Formen, Insignien, Verhalten im Alltag und auf dem Schlachtfeld. Er enthält eine Sammlung bewährter Taktiken und Strategien für praktisch jede Situation. Er enthält auch Zitate. Manche Orden (z.B. Space Wolves, Iron Hands, Black Templars...) weichen aber auch vom Codex Astartes ab, weil er nicht immer zu ihren Traditionen und ihren Eigenheiten passt.

Zumindest bei den Lunar Wolves war es üblich, den Space Marines Freizeit zu geben, sodass sie nach eigenem Ermessen mit verschiedenen Waffen trainieren können. Außerdem verlangte Horus von seinen Männern, sich auch für Themen jenseits der Kriegskunst zu interessieren. 24
Dem gegenüber steht der durch den Codex Astartes geregelte Space Marine Tagesablauf: Der Großteil des Tagesablaufes eines Space Marines ist strikt durchgeplant, um ihm möglichst wenig Ablenkung von seinen Pflichten zu geben.

Der Memorator Ignace Karkasy beschwerte sich einmal unter Kollegen über den Schweiß-Körpergeruch der Space Marines, der so gar nicht zu ihrem halbgöttlichen Image passe. 24

Frauen finden den muskulösen Körper eines Space Marines zwar ästethisch ansprechend, finden sie wegen ihres Riesenwuchses aber nicht sexuell attraktiv. 24

Geisteshaltung

Zu Zeiten des Großen Kreuzzugs waren die Space Marines entsprechend der vom Imperator propagierten Weltanschauung noch militante Atheisten. Dies änderte sich mit dem Tod des Imperators im Großen Bruderkrieg. 24

Die Orden der Space Marines besitzen zumeist einen mehr oder weniger stark vom Adeptus Ministorum abweichenden Glauben und pflegen ihre eigenen Bräuche, die teilweise älter als der imperiale Kult sind. Diese sind durch die Riten und Bräuche ihrer Heimatwelt oder, bei Nachfolgeorden, auch durch die Traditionen der Legion, aus der sie hervorgegangen sind, beeinflußt.15,23 Der größte Widerspruch zu den Lehren der Ekklesiarchie besteht darin, daß die meisten Orden den Imperator zwar als ihren Erschaffer und als großen Helden, aber nicht als Gott ansehen und verehren.15

Space Marines sollen tatsächlich buchstäblich keine Angst kennen. Auf Nachfrage antwortete Captain Garviel Loken, Space Marines würden keine Angst kennen, da man sie ihnen weggezüchtet hätte. Die Memoratorin Mersadie Oliton fragte sich daraufhin, ob so etwas überhaupt möglich wäre, ohne dass es zu psychologischen Nebenwirkungen kommt. 24 Laut Saul Tarvitz kennen sie dagegen sehr wohl Angst, aber sie sind so diszipliniert, dass sie ihre Angst unterdrücken können. 25

Ursprünge der Space Marines

Zum Ende des Zeitalters des Weltenbrandes war Terra nach langer Isolation von den Fesseln der Warpstürme befreit, welche interstellares Reisen unmöglich gemacht hatten. Der Imperator machte sich umgehend daran, mit den Streitkräften der Erde im Großen Kreuzzug die Galaxis erneut unter die Kontrolle Terras zu bringen.

In der Vorbereitung auf diese gewaltige Unternehmung wurden im 30. Jahrtausend in geheimen Laboratorien Terras Forschungen unternommen, um eine Kaste aus Elitekriegern zu erschaffen, die sich durch übermenschliche Stärke und Widerstandskraft sowie unbeirrbare Loyalität auszeichnen sollten.19 Als Inspiration dazu dienten ihm Fraktionen wie die Chiliad, die eine lange Tradition in der Erschaffung genetisch veränderter Soldaten hatten.21 Die ersten dieser Krieger dienten dem Imperator in seiner Bemühung, die verfeindeten Parteien auf Terra im Vereinigungskrieg selbst zu unterwerfen und unter seinem Banner zu vereinen. Im Laufe der Studien wurden die genetischen Arbeiten verfeinert und durch das Verfügbarwerden der ersten Bolter und Servorüstungen wurden die ersten wahren Space Marines erschaffen.

Es ist bekannt, dass im Laboratory Nine auf Terra an der Entwicklung der Space Marines gearbeitet wurde, ein namentlich bekannter Wissenschaftler hierbei war Dr. Devam Outek, der dort auch dem Imperator persönlich Bericht erstattete. Der Imperator hatte zu diesem Zeitpunkt die Forschung schon seit fünf Generationen geplant und gelenkt.19

Ein weiteres Projekt im Umfang dieser Studien waren die Primarchen, eine unglaublich hochentwickelte Form der "normalen" Space Marines. Unbekannte Kräfte entführten die Primarchen im Kindesalter und verstreuten sie auf verschiedenen Planeten in der Galaxis, auf denen sie durch ihre hochentwickelten Fähigkeiten allesamt große Krieger und Anführer werden sollten.

Im Laufe des großen Kreuzzuges traf der Imperator nach und nach auf die Primarchen und konnte sie wieder unter seiner Führung vereinigen. Es stellte sich heraus, dass das genetische Material der Primarchen die Entwicklung der spezifischen Organe und Modifikationen für Space Marines enorm beschleunigen konnte. Daher wurden aus der Gensaat der Primarchen 20 Legionen der Space Marines kreiert, die jede von einem der Primarchen angeführt wurde und spezifische Eigenheiten seines Wesens mit ihm teilten. Dieses Ereignis wurde als die Erste Gründung bekannt.

Die Legionen besaßen fast alle eine Mannstärke, die sich in den Zehntausenden bewegte, doch nach dem Verrat fast der Hälfte der Legionen während des Großen Bruderkrieges wurden die Legionen in kleinere Kampfeinheiten, die sogenannten Orden, unterteilt. Ein Orden der Space Marines umfasst heute etwa 1.000 Krieger.

Orden der Space Marines

Die Orden der Space Marines werden unterschieden in Orden der Ersten und der nachfolgenden Gründungen.

Die Orden der ersten Gründung wurden vom Imperator selber geschaffen und sind die direkten Nachkommen der Primarchen und deren Gensaat. Im Großen Bruderkrieg liefen neun der 20 Space Marine Legionen zum Chaos über, zwei weitere gelten als verschollen und es existieren keinerlei Aufzeichnungen über sie.

Die dem Imperator treu gebliebenen Legionen sind und waren:

loyale Space Marines

Folgende Legionen wandten sich dem Chaos zu:

Chaos Space Marines



Die Orden der zweiten Gründung wurden nach dem Großen Bruderkrieg geschaffen, um die Bedrohung zu minimieren, die eine überlaufende Legion darstellt. Die überlebenden Space Marines der loyalen Legionen wurden dabei auf bis zu 1000 Mann starke Orden aufgeteilt.

Weitere Gründungen folgten, wobei dann auf die Gensaat der Nachfolgeorden der 9 ursprünglichen Legionen der ersten Gründung zurückgegriffen wurde. Somit kann sich jeder später gegründeter Orden auf einen der 9 loyalen Primarchen als Ursprung berufen. Bei einigen wenigen Orden ist diese Information allerdings aus unerfindlichen Gründen verloren gegangen (siehe z.B. Blood Ravens).

Für weitere Informationen siehe die Artikel Orden und Nachfolgeorden.

Gründung neuer Orden

Jeder Orden ist verpflichtet, 5% seiner Gensaat an das Adeptus Mechanicus zu übergeben, was zwei Funktionen hat: erstens ist das Mechanicus so in der Lage, die Reinheit der Gensaat zu überprüfen und zweitens kann so Gensaat eingelagert werden, um im Bedarfsfall neue Orden gründen zu können.19

Eine solche Gründung ist ein zeit- und materialaufwendiger Prozess, da für jede Zygote eine reine Gensaat ausgewählt werden muss, die dann in Wachstumsmedien kultiviert und später in menschliche Sklaven eingepflanzt wird. Jeder Sklave, dessen gesamtes Leben nur der Produktion der Zygoten gilt, produziert logischerweise zwei komplette Gensaaten, die dann wiederum in neue Sklaven überführt werden können. Insgesamt dauert es 55 Jahre, bis 1.000 Sätze intakter Zygoten bzw. Space Marine Implantate verfügbar sind, wobei diese dann noch vom Imperator und vom Master des Adeptus Mechanicus für rein befunden werden müssen, bevor der neue Orden endlich gegründet werden kann.19

Operationsbasis

Alle Space Marine Orden sind autarke Kampfverbände und unterhalten daher ihre eigenen Waffenschmieden, Kriegsflotten, Versorgungsfabriken und Raffinerien. Während die meisten Orden von einer Ordenswelt, einem vom Orden verwalteten imperialen Planeten, aus agieren, besitzen andere eine große Raumflotte, einen Asteroiden oder eine Raumstation als Basis. Wenige Orden beherrschen mehrere Planeten, Systeme oder sogar einen ganzen Subsektor. Der Ordensmeister fungiert in diesen Fällen als imperialer Gouverneur und im Kriegsfall als Oberbefehlshaber der lokalen Truppen.22

Streitkräfte

Die Space Marines sind ein rein militärischer Arm des Imperiums und bestehen somit nur aus Streitkräften, mit Ausnahme der Ordensdiener als zivilem Hilfspersonal sowie Navigatoren für ihre Raumschiffe und Astropathen für die Kommunikation. Da sie nach dem Großen Bruderkrieg als schnelle Eingreiftruppen umfunktioniert wurden, sind sie nicht mehr in der Lage, langwierige Kriege und große Militäroperationen durchzuführen. Dafür sind sie nachwievor extrem elitär und schlagkräftig.

Bodentruppen

Die Armeen des Adeptus Astartes sind die Orden der Space Marines. Diese sind in Kompanien unterteilte, flexible schwere Infanterieeinheiten mit bestimmten Einsatzschwerpunkten (siehe Taktischer Trupp, Devastortrupp, Sturmtrupp, Veteranentrupp, Terminatortrupp). Sie alle werden gleichzeitig auch als Besatzung für ordenseigene leichte Fahrzeuge und Panzer eingesetzt.

Sollte ein Orden über einen Planeten, ein System oder größere Raumgebiete die Verwaltung haben, so ist der Ordensmeister als lokaler Gouverneur auch Oberbefehlshaber aller lokaler Streitkräfte wie PVS-Truppen und Milizen.22

Raumflotte

Eine Flotte der Space Marines

Die Raumschiffe der Space Marines unterstehen nicht der Imperialen Flotte, sondern unterstehen jedem Orden selbst, wie alle anderen Truppen der Space Marines auch. Die Schiffe haben im Gegensatz zu den Schiffen der imperialen Flotte nur relativ kleine Mannschaften und diese bestehen auch nicht vollkommen oder auch nur zum größten Teil aus Space Marines. Die Fähigkeiten eines Space Marines sind viel zu wertvoll, als das er als Kanonier oder Steuermann dienen sollte. Nur die ranghöchsten Offiziere eines Space Marineschiffes sind Space Marines und natürlich werden die Maschinen von den Techmarines überwacht. Die anderen Aufgaben werden entweder von Servitoren oder von den Ordensdienern ausgeführt. An Bord befinden sich bei besonderen Einsätzen wie zum Beispiel einem Angriff auf einen Space Hulk eventuell auch Space Marine Entertruppen wie die gefürchteten Veteranen in Terminatorrüstung. Aber auch ohne die Space Marine Truppen an Bord sind die Servitoren und Ordensdiener hartnäckige Gegner, die deutlich mehr Widerstand leisten können als die Besatzungen anderer Schiffe, seien es nun imperiale oder Schiffe des Chaos.

Einsatzzweck der Raumschiffe der Space Marines sind normalerweise planetare Invasionen, bei denen zuerst bestimmte Ziele auf dem Planeten aus dem Orbit beschossen werden, worauf dann Truppen mit verschiedenen Transportmitteln schnell auf der Oberfläche landen, um wichtige Ziele im Handstreich zu nehmen. Daraus erklärt sich auch die Konstruktion der Schiffe: sie sind zumeist schneller und manövrierbarer als jene der imperialen Flotte, ihre Schilde und Panzerung dagegen zumeist dünner beziehungsweise mit weniger Energie versehen, aber auch technisch ausgereifter und qualitativ hochwertiger gefertigt. Die Waffen haben meist eine geringere Reichweite als die Gegenstücke der imperialen Flotte und sind für planetare Bombardements konzipiert. Thunderhawks füllen bei den Space Marines die Rolle von Jägern als auch Bombern oder gar Enterbooten aus. Die Space Marines setzen als Eskortschiffe manchmal auch Schiffsklassen der Imperialen Flotte ein.

Space Marines-Schiff unbekannter Klassifaktion

Die Space Marines setzen folgende Schiffsklassen ein:

und folgenden Klassen der imperialen Flotte:

Einige Orden sind auch im Besitz folgender Raumfahrzeuge:

Als Landungsschiffe dienen folgende Klassen:

Anmerkungen

Die Bezeichnung Galaxy Safe Guard (Abkürzung: GSG) bezeichnete die Space Marines in der unter dem Namen StarQuest veröffentlichten deutschen Version des Games Workshop-Brettspiels Space Crusade.

Weiterführende Artikel

Quellen

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