Ekklesiarch

Aus Lexicanum
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Als Ekklesiarch wird das Oberhaupt des Adeptus Ministorum bezeichnet.4 S.5 Vor dem 32. Jahrtausend, in dem der Tempel des Imperialen Heilands zum Adeptus Ministorum gemacht wurde, führte bereits der Anführer des Tempels diesen Titel. Dieser war namensgebend für die Bezeichnung der neuen Staatsreligion als Ekklesiarchie.9 S.38
Durch die Ernennung des Ekklesiarchen Veneris II. zum Mitglied des Hohen Senats zu Terra wuchs die Macht und die Bedeutung der Ekklesiarchie für das Imperium in den folgenden drei Jahrhunderten so sehr, dass der jeweilige Ekklesiarch einen dauerhaften Sitz im Konzil der Hohen Senatoren erhielt.4 S.5
Residenz des Ekklesiarchen ist der Palast der Ekklesiarchie auf Terra, in M35 dagegen für etwa drei Jahrhunderte lang Ophelia VII.4 S.8 Macht und Charakter der Ekklesiarchie waren stets sehr stark von der Natur des Ekklesiarchen geprägt. Frühe Ekklesiarchen führten ihre Organisation zu solchem Einfluss, dass sie als Mund des Imperators galten und waren faktische Führer des Hohen Senates. Im späten M34 bis ins frühe M35 wiederum war der Posten von solch willensschwachen und unfähigen Amtsinhabern besetzt, dass die Macht des Ministorum dahinschwand, und das Administratum hinter den Kulissen die Debatten der Heiligen Synode diktieren konnte. Der größenwahnsinnige Vandire I. stürzte die Ekklesiarchie und mit ihr das Imperium in das Zeitalter der Apostasie eine der größten Krisen der Menschheit, der tiefgläubige und volksnahe Thor I. dagegen prägte als großer Reformer im 36.Jahrtausend das Bild, das die Ekklesiarchie noch heute bietet.4:S.8ff

Befugnisse und Aufgaben

Dem Ekklesiarchen unterstehen das Adeptus Sororitas und die Erzkardinäle direkt.4:S.34 Er leitet die Sitzungen der Heiligen Synode und vertritt die Interessen der Ekklesiarchie im Hohen Senat zu Terra.4:S.5ff Als Oberhaupt des Imperialen Glaubens ist es sein Recht, einen Glaubenskrieg auszurufen, wobei er jedoch faktisch meist die Unterstützung anderer Senatoren benötigt.4:S.6
Die früher in der Ekklesiarchie unbegrenzte Machtfülle des Ekklesiarchen wurde im Rahmen der Reformation durch die Einrichtung der Synode Ministra als Verkündungs- und Kontrollorgan eingeschränkt.4:S.16 Auch die reale Macht des Ekklesiarchen außerhalb seiner Organisation ist zwar groß, aber nicht unangreifbar, was sich beispielhaft im Konflikt zwischen Ekklesiarch Decius XXIII. und Großinquisitor Fjodor Karamasow, der zugunsten des Inquisitors ausging, ausgedrückt hat.5 S.45

Bekannte ehemalige Ekklesiarchen

Anmerkung

Der Begriff des Ekklesiarchen wird nicht immer nur auf das Oberhaupt der Ekklesiarchie bezogen verwendet. Der Kardinal Morius Blate trug den Titel eines Ecclesiarch Primus,1 während Inquisitor Eisenhorn in seinen Aufzeichnungen über das Haus Glaw auf Gudrun von einem Priester namens Dazzo the Ecclesiarch spricht10. Ob es sich insoweit um Missverständnisse handelt, oder ob die Bezeichnung als Ekklesiarch hier im weiteren Sinne auch für sämtliche Priester der Ekklesiarchie verwendet wird, ist nicht bekannt.

Quellen

In anderen Sprachen