Zeitalter der Apostasie
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Allgemein
Als Zeitalter der Apostasie wird ein Geschichtsabschnitt des Imperiums um ca. 200.M36 bezeichnet, während dem das Imperium durch die tyrannische Herrschaft Goge Vandires, interne Auseinandersetzungen und Katastrophen von außen geschwächt wurde. Die berüchtigsten Ereignisse jenes Zeitalters sind die Seuche des Unglaubens des Kardinals Bucharis und Vandires Herrschaft des Blutes.4
Einleitung
Im 36. Jahrtausend riss der wahnsinnige Tyrann Goge Vandire die Position des Ekklesiarchen und eines Senators an sich, und begann in seinem Wahnsinn einen Kreuzzug, um seine Allmachtstellung zu festigen.
Beginn
Mithilfe aller Methoden, wie Erpressung, Bestechungen und Mord, schaffte es Goge Vandire im 36. Jahrtausend, die Positionen eines Senators des Hohen Senats zu Terra und des Ekklesiarchen an sich zu reissen. Mit diesem Handstreich kontrollierte er auf einmal das Adeptus Ministorum sowie den Senat, den er mithilfe von Geld und Einschüchterung gefügig hielt, wodurch er die größte Macht besaß, über die ein Mensch seit dem Großen Bruderkrieg je verfügte.
Die Herrschaft des Blutes
Um seine ultimative Machtposition zu festigen, startete er einen Kreuzzug durch das Imperium. Das Ministorum selbst spaltete sich in dieser Zeit, nicht schlüssig ob Vandire unterstützt oder gestürzt werden sollte, und wurde durch dutzende interne Kriege des Glaubens zerrissen.
Es folgte, was als Herrschaft des Blutes bekannt werden sollte: Vandire zerschlug mit seinen Frateris Templer jeden Hort des Widerstandes im Imperium, da seine Widersacher in den eigenen Reihen sich gegenseitig bekriegten und keine Kontrolle bewahren konnten. Millionen starben in den Feuern dieses Zeitalters, welches 70 Jahre andauerte.
Die anderen bedeutenden Organisationen des Imperiums, namentlich das Adeptus Mechanicus und die Orden der Space Marines, hielten sich aus dem Konflikt fast völlig heraus, da sie keine Partei ergreifen wollten eh sie nicht selber im Klaren über die Vorgänge waren.
Die Bräute des Imperators
Zu dieser Zeit entdeckte Vandire auf der Welt San Leor des Imperiums einen Kult Kriegerinnen, welche sich Töchter des Imperators nannten. Er ernannten diesen Kult ab sofort zu seiner persönlichen Leibwache und benannte sie in Bräute des Imperators um.
Die Konföderation des Lichts
Im Verlaufe der Apostasie wurde Vandire immer psychotischer, und zu diesem Zeitpunkt erreichte ihn die Nachricht über einen neuen, wachsenden Kult. Auf der Welt Dimmamar war eine Sekte, bekannt als die Konföderation des Lichts, aufgetaucht und bezichtigte Vandire als Verräter. Ihr Anführer, ein Mann namens Sebastian Thor, verbreitete seine hoffnungsvolle Botschaft unter einem schwer misshandelten Volk, das nur allzu bereit war, das Joch der Unterdrückung abzuschütteln, und schon bald schloss sich ein System nach dem anderen Thor an.
Vandire entsandte sofort eine Streitmacht, um Thor und seinen Kult zu vernichten, doch seine Flotte wurde von einem gigantischen Warpsturm vernichtet, welcher bis heute, im 42. Jahrtausend, als Zornessturm des Imperators bekannt ist. Ganze Gebiete des Imperiums rebellierten nun gegen Vandire und zahlreiche Systeme sprachen sich für Thor und die Konföderation des Lichts aus. Da er ein Redner von überragender Wortgewalt war, schwor Sebastian Thor Millionen für seine Sache ein und schon bald wandte sich das Blatt gegen Vandire. Obwohl Millionen seinem Ruf antworteten, kam die endgültige Erlösung von den Adepten des Mars, die die Techgarde schickten und den Space Marines in Form der Imperial Fists, Fire Hawks, Soul Drinkers und Black Templars. Sie schlossen sich mit Thor gegen Vandire zusammen und griffen gemeinsam den Palast der Ekklesiarchie, welcher ein Teil des Imperialen Palastes ist, von außen an.
Das Ende der Apostasie
Die Bräute des Imperators verteidigten verbissen den Palast der Ekklesiarchie, überzeugt von der Richtigkeit ihres Handelns. Dann jedoch kam ein Zenturio des Adeptus Custodes, welche sich nicht in den Konflikt eingemischt hatten aber auch niemanden in den Inneren Palast gelassen hatten, zur Anführerin der Nonnen, Alicia Dominica, und gewährte ihr und einer kleinen Gruppe ihrer treuesten Begleiterinen, eine unerwartete Audienz beim Imperator.
Als sie wiederkehrte war sie grimmig und offenbahrte ihren Schwestern die Häresie von Vandire und exekutierte ihn danach. Aus Scham, dem Wahnsinnigen geholfen zu haben, benannten sie sich wieder in Töchter des Imperators um.
Folgen
Am Ende des Zeitalters der Apostasie formte die Inquisition in ihren Reihen einen geheimen Orden, um die Ekklesiarchie etwas besser im Auge zu behalten. Während die Inquisition als ganzes, jeden Aspekt des Imperiums überwacht, gilt die Hauptsorge des Ordo Haereticus, dass keine weitere Seuche des Unglaubens ausbricht. Obwohl die Ekklesiarchie sich selbst und ihre Anhänger reguliert, stellt der Ordo Haereticus eine weitere Verteidigungslinie dar, die sicherstellt, dass jene mit Macht in der Ekklesiarchie ihre Position nicht in dem Maße missbrauchen, dass dies wieder die Stabilität des Imperiums bedroht. Diese Inquisitoren überwachen Kriege des Glaubens und stellen sicher, dass die vom Ekklesiarchen niedergelegten Ziele gerechtfertigt sind und von jenen, die kämpfen, nicht überschritten werden. Sie regulieren den Reichtum und die Gebiete, die von Individuen der Ekklesiarchie beansprucht werden, und stoppen Kardinäle, die versuchen, mehr Macht anzusammeln, als der Ordo Haereticus für angemessen hält.
Zusätzlich wurde das Dekret Passivum erlassen, welches die Militärgewalt der Kirche stark einschränkte. So wurden die Töchter des Imperators zum Adeptus Sororitas, der Frateris Militia, der einzigen Militärmacht des Ministorums.

